Wie die AfD in Baden-Württemberg mit Ängsten und Zentrum an Einfluss gewinnt
Wie die AfD in Baden-Württemberg mit Ängsten und Zentrum an Einfluss gewinnt
Rechtsextremer Einfluss wächst in Baden-Württemberg – eine Region, die einst als resistent gegen solche Entwicklungen galt
In Baden-Württemberg, das lange als immun gegen solche Entwicklungen galt, nimmt der Einfluss der extremen Rechten zu. Die AfD liegt in Umfragen mittlerweile bei 20 Prozent – doppelt so viel wie in den Vorjahren. Gleichzeitig schüren Stellenabbau bei Großkonzernen wie Daimler und Bosch die Ängste der Beschäftigten. Zudem wird die Zusammenarbeit zwischen der AfD und der extremistischen Gruppe Zentrum immer sichtbarer, was Sorgen vor einer Unterwanderung in industriellen Betrieben weckt.
Der Aufstieg der AfD in Baden-Württemberg markiert einen Wendepunkt. Während das Thema lange auf Ostdeutschland beschränkt schien, breitet sich die Partei nun auch im wirtschaftsstarken Bundesland Baden-Württemberg aus. Arbeitsplatzunsicherheit spielt dabei eine zentrale Rolle: Unternehmen wie Bosch und Daimler haben Entlassungen angekündigt und untergraben so den Ruf der Region als Stabilitätsanker. Der Industriesoziologe Klaus Dörre weist darauf hin, dass sich Arbeiter, die sich abgewertet fühlen, ihre Wut oft gegen Migranten und Sozialhilfeempfänger richten – statt gegen die Unternehmensführungen.
AfD und Zentrum: Enge Verknüpfung in der Industrie
Am Mercedes-Werk in Untertürkheim haben die AfD und die rechtsextreme Gruppe Zentrum ihre Verbindungen vertieft. 2026 traten die AfD-Spitzenkandidaten Alice Weidel und Markus Frohnmaier gemeinsam am Werkstor auf, um für Zentrum zu werben. Das Ziel: Mandate für die Gruppe zu sichern und der AfD so indirekten Einfluss über bezahlte Freistellungen zu verschaffen. Bemerkenswert ist dies, weil die AfD Zentrum Automobil (heute Zentrum) 2021 noch als unvereinbar eingestuft hatte.
Die AfD nutzt gezielt die Ängste der Beschäftigten für ihre Kampagnen. Spitzenkandidat Markus Frohnmaier warnt vor einem "Detroit 2.0" und beschwört Bilder des industriellen Niedergangs herauf – konkrete Lösungen zum Arbeitsplatzschutz bietet er jedoch nicht. Der Extremismusforscher Benedikt Kaiser sieht darin eine Doppeltstrategie der Rechten: Gewerkschaften werden angegriffen, gleichzeitig aber infiltriert. Allerdings scheinen manche AfD-Anhänger in Seminaren der Metallindustrie eher Protestwähler als überzeugte Ideologen zu sein.
Widerstand formiert sich
Doch es gibt auch Gegenwehr. Der Kampf im Bosch-Werk Waiblingen zeigt, dass Arbeitsplatzbedrohungen Arbeiter dazu bringen können, sich gegen Unternehmensentscheidungen zu stellen – statt sich der extremen Rechten zuzuwenden. Danial Bamdadi, ein 30-jähriger Extremismuspräventiv-Trainer der Vereinigung zur Erhaltung der Demokratie, arbeitet daran, solche Trends durch Bündnisse gegen Extremismus einzudämmen. Auch die Gewerkschaften stehen in der Kritik: Sie sollen eine kämpferischere Haltung einnehmen, den Druck nach oben weitergeben und echte Alternativen zum AfD-Slogan "Mehr Netto vom Brutto!" bieten.
Der wachsende Einfluss der AfD in Baden-Württemberg spiegelt eine breitere wirtschaftliche Verunsicherung wider. Stellenabbau und stagnierende Löhne schaffen einen Nährboden für rechtsextreme Parolen. Die Zusammenarbeit zwischen Partei und Zentrum deutet auf einen strategischen Vorstoß in die Industriebetriebe hin – doch Widerstand von Gewerkschaften und Antiextremismus-Initiativen bleibt aktiv. Die Frage ist, ob sich die Wut der Arbeiter in Unterstützung für Extremismus umwandelt oder ob sie den Widerstand gegen Konzernmacht und rechtsextreme Agenden stärkt.
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