09 March 2026, 06:28

Mercedes-Benz startet China-Offensive gegen einheimische E-Auto-Riesen wie BYD

Ein Blatt Papier mit der Schrift "Mercedes-Benz Company Limited Aktienzertifikat" in fetter Schrift, zentriert, und ein Bild eines klassisch aussehenden Wagens mit schlankem Design und glänzender Lackierung auf einem hellblauen Hintergrund.

Mercedes-Benz startet China-Offensive gegen einheimische E-Auto-Riesen wie BYD

Mercedes-Benz kämpft in China um seine Position – dem größten Automarkt der Welt.

In den vergangenen drei Jahren ist der Marktanteil des Konzerns von 2,5 auf nur noch 1,2 Prozent gesunken, während einheimische Elektroautohersteller wie BYD und NIO kräftig zugelegt haben. Der deutsche Automobilriese startet nun eine große Offensive, um verlorenes Terrain zurückzugewinnen – in einem Umfeld harter Konkurrenz und sich wandelnder Kundenwünsche.

Der Rückgang in China trifft Mercedes-Benz hart. Zwischen 2023 und 2025 halbierte sich der Marktanteil des Unternehmens, während chinesische Marken rasant expandierten. BYD steigerte seinen Anteil von 10 auf über 25 Prozent, NIO wuchs von 0,8 auf 2,1 Prozent. Staatliche Subventionen für heimische E-Autos und die Nachfrage nach bezahlbaren Stromern befeuerten diesen Wandel.

Die finanziellen Belastungen nehmen zu. Im letzten Bericht brach der Konzerngewinn um 55,8 Prozent auf 2,7 Milliarden Euro ein. Auch die Pkw-Verkäufe in China gingen im zweiten Quartal deutlich zurück, sodass die Jahresprognose nach unten korrigiert werden musste. Die bereinigte Umsatzrendite wird nun nur noch auf 4 bis 6 Prozent erwartet.

Cashback bei deinen
Lieblingsrestaurants und Services

Kaufe Gutscheine und spare in deinen Lieblingsorten in deiner Nähe

LiberSave App auf Smartphones

Als Reaktion startet Mercedes-Benz eine "China-Offensive", um seine Position zu festigen. Die Strategie umfasst Partnerschaften, um im Bereich autonomes Fahren und Fahrerassistenzsysteme aufzuholen – Felder, in denen lokale Konkurrenten bereits vorne liegen. Doch der Weg bleibt steinig. Analysten zeigen sich vorsichtig optimistisch, während die Aktie seit Monaten zwischen 50 und 55 Euro stagniert.

Auch intern gibt es Veränderungen: Markus Schäfer, ein 30-jähriges Unternehmenstier und Technologievorstand, verlässt den Konzern. Investoren werden die Quartalszahlen vom 29. Oktober genau unter die Lupe nehmen – auf der Suche nach Anzeichen, ob die neue Strategie greift.

Die kommenden Monate werden für Mercedes-Benz in China entscheidend. Die jüngsten Partnerschaften sollen die technologische Lücke zu den heimischen Mitbewerbern schließen. Doch mit schrumpfenden Gewinnen und weiter sinkendem Marktanteil wird sich erst mit den nächsten Finanzdaten zeigen, ob der Plan aufgeht.

Quelle