Pionier der Energiewende geht – was bleibt von Hennings Vermächtnis für Deutschland?
Pionier der Energiewende geht – was bleibt von Hennings Vermächtnis für Deutschland?
Hans-Martin Henning, eine prägende Persönlichkeit der deutschen Energiewende, ist nach mehr als 30 Jahren am Fraunhofer-Institut für Solare Energiesysteme ISE in Freiburg in den Ruhestand gegangen. Seine Abschiedsveranstaltung in der Freiburger Konzerthalle markierte das Ende einer Karriere, die der Erforschung erneuerbarer Energien und der energiepolitischen Beratung gewidmet war. Während seiner Tätigkeit hat Deutschland die Emissionen seit 1990 halbiert – bei gleichzeitigem Wirtschaftswachstum, das mit dem des Vereinigten Königreichs und Dänemarks vergleichbar ist.
Henning begann seine Arbeit am Fraunhofer ISE vor Jahrzehnten und leitete das größte Institut des Verbunds ab 2017 gemeinsam mit Andreas Bett als Co-Direktor. Seine Forschung prägte die deutsche Politik im Bereich erneuerbarer Energien maßgeblich – beginnend mit dem Stromeinspeisungsgesetz von 1991 und beschleunigt durch das Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG) im Jahr 2000. Dieses Gesetz setzte ehrgeizige Ziele: 40 bis 45 Prozent Ökostrom bis 2025, 55 bis 60 Prozent bis 2035 und 80 Prozent bis 2050. Durch Novellen in den Jahren 2004 und 2014 wurden diese Vorgaben präzisiert, während Programme wie die "100.000-Dächer-Initiative" den Ausbau der Solarenergie vorantrieben.
Bei seinem Abschied skizzierte Henning sieben zentrale Schritte auf dem Weg zur Klimaneutralität. Dazu gehörten die Modernisierung der Stromnetze, der Ausbau der Wasserstoffnutzung, die Beschleunigung des Kernnetzausbaus sowie die Senkung der Stromkosten. Zudem forderte er höhere Preise für fossile Brennstoffe, gezieltere Subventionen, eine zügige Umsetzung des EU-Industrieplans "Net-Zero Industry Act" und ein stärkeres Bekenntnis zu den Klimazielen.
Auch andere Redner betonten die Notwendigkeit des Handelns. Norbert Schiedeck, Vorstandsvorsitzender der Vaillant Group, rief die Politik auf, populistische Debatten zugunsten klarer Fakten hinter sich zu lassen. Thekla Walker, Umweltministerin von Baden-Württemberg, unterstrich die Bedeutung stabiler Planungsbedingungen, um Klimainvestitionen zu sichern. Holger Hanselka, Präsident der Fraunhofer-Gesellschaft, plädierte dafür, dass Deutschland grüne Technologien zunächst im Inland entwickeln und erproben sollte, bevor sie global exportiert werden – stets mit dem Ziel der Klimaneutralität bis 2045 im Blick.
Hennings Ausscheiden hinterlässt eine Lücke in der deutschen Forschung zu erneuerbaren Energien. Doch seine jahrzehntelange Arbeit hat Politiken mitgeprägt, die Emissionen drastisch reduzierten, ohne das Wirtschaftswachstum zu gefährden. Die von ihm benannten Herausforderungen – Netflexibilität, Wasserstoffwirtschaft und Kostenkontrolle – bleiben zentrale Bausteine der deutschen Klimastrategie. Nun liegt es an seinen Nachfolgern, diese Pläne bis 2045 in die Tat umzusetzen.
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