Vandalen zerstören Schwangerschaftsberatungsstelle in Heidelberg mit politischen Parolen

Svenja Hering
Svenja Hering
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Eine Frau in einem weißen Hemd steht vor einem Gebäude mit einem Zitat über die Einheit gegen Extremismus, mit einem Logo in der rechten unteren Ecke.Svenja Hering

Vandalen zerstören Schwangerschaftsberatungsstelle in Heidelberg mit politischen Parolen

Schwangerschaftsberatungsstelle in Heidelberg von Vandalen angegriffen

In den frühen Morgenstunden des 6. März wurde eine Schwangerschaftsberatungsstelle in Heidelberg von Unbekannten beschädigt. Die Fassade des Gebäudes sowie der Briefkasten wurden mit Parolen beschmiert. Die Polizei vermutet, dass linksextremistische Täter hinter dem Angriff stecken könnten, bisher gibt es jedoch keine konkreten Verdächtigen.

Die von Pro Femina betriebene Einrichtung unterstützt Frauen in ungewollten oder Konfliktschwangerschaften. Die Mitarbeiterinnen – überwiegend Frauen – sehen sich nach dem Vorfall erneut mit Vorurteilen aus der Nachbarschaft konfrontiert.

Der Angriff ereignete sich gegen 0:30 Uhr am 6. März. Die Angestellten entdeckten die Schäden am nächsten Morgen und erstatteten Anzeige. Auf die Außenwand war der Slogan "Nieder mit dem Patriarchat" gesprüht worden, begleitet von weiterer Graffiti-Schrift. Zudem fand sich in nahegelegenen Briefkästen ein Bekennerschreiben, in dem es hieß, die "Selbstbestimmung über den eigenen Körper" dürfe nicht behindert werden. Das Schreiben nannte außerdem Pro Femina, Birke und 1000plus – Organisationen, die in der Schwangerschaftsberatung tätig sind.

Die Reparaturkosten werden auf mehrere Zehntausend Euro geschätzt, erste Berechnungen liegen bei über 25.000 Euro. Seit 2019 summieren sich die Schäden durch wiederholte Angriffe auf rund 100.000 Euro. Allein der Briefkasten der Beratungsstelle wurde etwa alle sechs Monate zum Ziel – mit mindestens fünf schweren Vorfällen in Heidelberg, einem in Berlin und drei in München. Bisher führte keiner der Fälle zu Festnahmen.

Die Ermittler prüfen einen möglichen Zusammenhang mit einem ähnlichen Angriff auf dieselbe Einrichtung vor etwa einem Jahr. Bisher konnten weder ein klares politisches Motiv noch Täter ermittelt werden. Die Beratungsstelle hat inzwischen zu Spenden aufgerufen, um die neuesten Schäden zu beheben.

Trotz der wiederholten Vandalenakte setzt die Einrichtung ihre Arbeit für schwangere Frauen fort. Die Mitarbeiterinnen berichten von wachsender Feindseligkeit in der Nachbarschaft nach jedem Vorfall. Die Behörden konnten die Verantwortlichen bisher nicht ausfindig machen – der Fall bleibt ungelöst, die Beratungsstelle weiter gefährdet.

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