Wer wird Deutschlands nächster Bundespräsident? Union diskutiert über Aigner und Co.
Karl-Friedrich WielochWer wird Deutschlands nächster Bundespräsident? Union diskutiert über Aigner und Co.
Die Suche nach Deutschlands nächstem Bundespräsidenten gewinnt an Fahrt, während politische Spitzenvertreter über mögliche Kandidaten diskutieren. Markus Söder, Vorsitzender der bayerischen CSU, hat Ilse Aigner als starke Anwärterin für das Amt ins Spiel gebracht. Gleichzeitig geistern auch andere Namen durch die Reihen von CDU und CSU – die Gespräche sollen sich über den Sommer hinziehen.
Söders Vorschlag, Ilse Aigner – die aktuelle Präsidentin des bayerischen Landtags – zu nominieren, überraschte die CDU-Führung. Aigner, ehemalige Bundesagrarministerin, wird von Sepp Müller, dem stellvertretenden Fraktionsvorsitzenden der Unionsparteien, für ihre Fähigkeit gelobt, Menschen zu einen und sich auf die Anliegen der Bürger zu konzentrieren. Müller unterstützte Söders Idee offen und bezeichnete sie als ideale Besetzung für das Präsidentenamt.
Auch in der CDU werden weitere Persönlichkeiten gehandelt. Bundesfamilienministerin Karin Prien soll Interesse an der Position haben. Annegret Kramp-Karrenbauer, Chefin der Konrad-Adenauer-Stiftung, hat erste Gespräche über eine mögliche Kandidatur geführt. Steffen Bilger, Erster Parlamentarischer Geschäftsführer der Unionsfraktion, erklärte, er werde jeden qualifizierten Kandidaten unterstützen, der vorgeschlagen werde.
Der CDU-Abgeordnete Philipp Amthor begrüßte zwar die Idee einer Präsidentin, wies aber darauf hin, dass noch mehrere starke Bewerber im Rennen seien. CDU und CSU wollen ihre Personalempfehlung in den kommenden Monaten finalisieren.
Die Unionsparteien wägen nun ihre Optionen ab, bevor sie einen offiziellen Vorschlag unterbreiten. Aigners Kandidatur hat Debatten ausgelöst, während andere Anwärter weiterhin in der engeren Auswahl stehen. Eine endgültige Entscheidung über die Präsidentschaft wird nach weiteren Beratungen im Laufe des Sommers erwartet.






