26 April 2026, 00:32

Warum scheitern Unternehmen an der integrierten Geschäftsplanung trotz ihrer Vorteile?

Offenes Buch mit einer Abbildung, die den Fluss von Versorgungsgütern in den American Expeditionary Forces zeigt, einschließlich Text und Komponenten der Supply Chain.

Warum scheitern Unternehmen an der integrierten Geschäftsplanung trotz ihrer Vorteile?

Eine neue Studie der Camelot Group unterstreicht die wachsende Bedeutung des integrierten Geschäftsplanungsansatzes (IBP) für globale Lieferketten. Die Untersuchung zeigt, dass 80 Prozent der Führungskräfte IBP als entscheidend für die Steigerung der Flexibilität erachten – doch viele Unternehmen tun sich mit der Umsetzung schwer. Die Ergebnisse erscheinen zu einer Zeit, in der sich Firmen weiterhin mit den Folgen der Coronavirus-Pandemie konfrontiert sehen.

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Die in Mannheim ansässige Unternehmensberatung Camelot Group, die weltweit 1.800 Mitarbeiter beschäftigt, führte die Studie "IBP Radar 2020" durch. Dafür wurden Fachleute aus den Bereichen Lieferkettenmanagement und Unternehmensplanung großer Konzerne der Chemie-, Pharma-, Konsumgüter- und Fertigungsindustrie befragt.

Laut Studie ist das größte Hindernis für die Einführung von IBP der Bedarf an bereichsübergreifender Zusammenarbeit. Aktuell beziehen rund zwei Drittel der befragten Unternehmen ihre Finanzabteilungen nicht regelmäßig in IBP-Prozesse ein. Dieser mangelnde Austausch bremst den Fortschritt, da IBP darauf abzielt, Vertriebs-, Finanz- und Lieferkettenplanung in einem einheitlichen Betriebssystem zu vereinen.

Trotz des Potenzials haben über 70 Prozent der Befragten IBP bisher nur in grundlegenden Formen umgesetzt. Die Untersuchung identifiziert zudem Agilität und Lieferzuverlässigkeit als die größten Herausforderungen für das Supply-Chain-Management der kommenden drei Jahre. Die Pandemie hat Schwachstellen in den Unternehmenslieferketten zusätzlich offengelegt und macht die Einführung von IBP damit noch dringlicher.

Die Studie macht eine deutliche Lücke zwischen der Anerkennung des Nutzens von IBP und seiner praktischen Umsetzung aus. Zwar sehen die meisten Führungskräfte den Wert des Ansatzes – doch nur wenige haben ihn vollständig in allen Abteilungen verankert. Ohne eine stärkere Vernetzung der Bereiche könnten Unternehmen weiterhin Schwierigkeiten haben, die nötige Flexibilität und Zuverlässigkeit für widerstandsfähige Lieferketten der Zukunft zu erreichen.

Quelle