Syrische Familie an Grenzübergang Kehl-Europabrücke wegen fehlender Papiere gestoppt
Svenja HeringSyrische Familie an Grenzübergang Kehl-Europabrücke wegen fehlender Papiere gestoppt
Syrische Familie an der Grenzübergangsstelle Kehl-Europabrücke gestoppt
An der Grenzübergangsstelle Kehl-Europabrücke wurde am Sonntagabend (23. März) eine syrische Familie angehalten. Bundespolizisten kontrollierten im Rahmen einer Routineüberprüfung ihr in Frankreich zugelassenes Fahrzeug und leiteten daraufhin weitere Ermittlungen ein, die schließlich in einer Einreiseverweigerung endeten.
Im Auto saßen ein 33-jähriger Vater, seine 30-jährige Ehefrau sowie ihre drei Kinder im Alter von 4, 6 und 9 Jahren. Kein Familienmitglied konnte gültige Papiere für die Grenzüberquerung vorweisen. Die Behörden gingen daraufhin von einem illegalen Grenzübertritt und möglichem Schleusungsverdacht aus.
Bei der Durchsuchung entdeckten die Beamten eine geringe Menge Haschisch in der Jackentasche des Vaters. Ein später durchgeführter Drogentest bestätigte, dass er zuvor Drogen konsumiert hatte. Zudem ordnete die Landespolizei eine Blutprobe an, um seinen Zustand weiter zu überprüfen.
Der Familie wurden mehrere Vorwürfe gemacht, darunter illegaler Grenzübertritt, Einschleusung von Ausländern, Drogenbesitz und Fahren unter Drogeneinfluss. Nach Abschluss aller Überprüfungen verweigerten die Behörden ihnen die Einreise.
Der Fall reiht sich in die allgemeinen Grenzschutzstatistiken ein: Allein 2024 wurden rund 9.600 unerlaubte Einreisen aus Frankreich registriert. Spezifische Daten zu ähnlichen familienbezogenen Vorfällen an der Kehl-Europabrücke oder im nahegelegenen Offenburg liegen jedoch nicht vor. Nach Abschluss aller rechtlichen Schritte wurde die Familie abgewiesen.






