20 April 2026, 16:23

Streit um Kürzungen: Unterhaltsvorschuss für Alleinerziehende in der Kritik

Schwarzes und weißes Plakat mit dem Text "Jeder zahlt, aber wenige profitieren von Kinderarbeit" zeigt eine Gruppe von Menschen, die gegen Kinderarbeit in den USA kämpft.

Streit um Kürzungen: Unterhaltsvorschuss für Alleinerziehende in der Kritik

Pläne zur Kürzung der Vorschusszahlungen für Unterhaltsleistungen an Alleinerziehende haben im Bundestag eine hitzige Debatte ausgelöst. Kommunale Spitzenverbände hatten vorgeschlagen, eine Reform aus dem Jahr 2017 rückgängig zu machen, die die Unterstützung ausgeweitet hatte – doch Kritiker warnen, dass dieser Schritt benachteiligte Familien hart treffen würde. Mittlerweile haben sich Politiker mehrerer Parteien gegen die geplanten Änderungen ausgesprochen.

Der Streit entzachte sich, als kommunale Vertreter vorschlugen, die Vorschusszahlungen für Unterhalt zu reduzieren. Ihr Plan sah vor, die Reform von 2017 zurückzunehmen, die das Anspruchsalter für Kinder angehoben und Obergrenzen für die Leistungen abgeschafft hatte. Der Vorstoß stieß bei Abgeordneten sofort auf scharfe Ablehnung.

Jasmina Hostert, familienpolitische Sprecherin der SPD, lehnte die Kürzungen kategorisch ab. Sie betonte, dass die Vorschusszahlungen Kinder schützten, wenn ein Elternteil seiner Unterhaltspflicht nicht nachkomme. Hostert forderte zudem strengere Maßnahmen gegen säumige Eltern, die zwar Unterhalt zahlen könnten, sich aber weigerten.

Widerstand kam aus dem gesamten politischen Spektrum. Heidi Reichinnek, Vorsitzende der Linken, nannte den Vorschlag "eine absolute Schande" und warnte vor dramatischen Folgen für Kinder und Familien. Misbah Khan, stellvertretende Bundesvorsitzende der Grünen, teilte diese Bedenken und erklärte, die Kürzungen würden Hunderttausende Alleinerziehenden-Haushalte treffen.

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Auch Martin Reichardt, familienpolitischer Sprecher der AfD, lehnte den Plan ab. Stattdessen schlug er vor, Mittel aus der Ukraine-Hilfe sowie aus Maßnahmen gegen illegale Migration umzuschichten, um die Kosten zu decken.

Die geplanten Kürzungen bei den Unterhaltsvorschüssen stoßen im Parlament nun auf massiven Widerstand. Da Abgeordnete von SPD, Linken, Grünen und AfD die Pläne ablehnen, ist deren Zukunft ungewiss. Würden die Änderungen umgesetzt, träfe dies direkt Alleinerziehende und ihre Kinder, die auf die Leistungen angewiesen sind.

Quelle