20 March 2026, 18:20

Simone Fischer entschuldigt sich bei CDU-Spitzenkandidat Hagel nach Social-Media-Eklat

Gelblicher Zeitungsausschnitt mit schwarzer Tinte, Überschrift "Semanario Repúblicano Democrático Federal", das Wort "Diskussion" aufgedruckt, leicht zerknittert mit Anzeichen häufiger Benutzung.

Skandal-Post vor der Wahl - Fischer bittet Hagel um Vergebung - Simone Fischer entschuldigt sich bei CDU-Spitzenkandidat Hagel nach Social-Media-Eklat

Die grüne Politikerin Simone Fischer hat sich öffentlich bei Manuel Hagel, dem Spitzenkandidaten der CDU in Baden-Württemberg, entschuldigt. Die Entschuldigung folgt auf ihre Weiterleitung eines umstrittenen Social-Media-Beitrags, der ein altes Video von Hagel aufgriff, in dem er fragwürdige Äußerungen über eine Schülerin machte. Beide Parteien stehen nun vor einem seltenen Patt im Landtag, da sie nach der März-Wahl jeweils 56 Sitze halten.

Der Streit begann Ende Februar 2026, als die grüne Politikerin Zoe Mayer ein acht Jahre altes Video auf Instagram teilte. Darin beschrieb Hagel ein 16-jähriges Mädchen mit den Worten "Eva, braune Haare, rehbraune Augen" – Kommentare, die weithin als objektivierend kritisiert wurden. Medien wie taz.de und Spiegel.de verurteilten die Äußerungen und ordneten sie im Wahlkampf als frauenpolitisches Thema ein.

Hagel reagierte mit wiederholten Entschuldigungen, bezeichnete seine Worte als "Dummheit" und gab zu, dass ihn seine Frau damals gerügt habe. Trotz der Kritik blieb er zuversichtlich vor der Wahl am 8. März, bei der die Grünen die CDU mit 30,2 zu 29,7 Prozent knapp überflügelten. Die CDU warf den Grünen später vor, einen "schmutzigen Wahlkampf" geführt zu haben, nachdem das Video wieder aufgegriffen worden war.

Simone Fischer teilte daraufhin einen Beitrag mit Hagels Foto unter der Schlagzeile "Offizielle Warnung" und dem Text "Versteckt eure Kinder". Zunächst schwieg sie dazu, löschte den Post später jedoch und entschuldigte sich persönlich bei Hagel. Der Schritt wird als Versuch gewertet, vor möglichen Koalitionsgesprächen die Spannungen abzubauen.

Die Entschuldigung erfolgt zu einem Zeitpunkt, an dem beide Parteien mit einem pattbesetzten Landtag konfrontiert sind, in dem sie jeweils 56 Sitze innehaben. Fischers Geste könnte die Verhandlungen erleichtern, doch die Folgen von Hagels umstrittenen Äußerungen und das knappe Wahlergebnis lassen die politische Lage ungewiss erscheinen. Rechtliche Konsequenzen gab es wegen der Kommentare zwar nicht, doch das Thema dominierte die Debatten vor der Wahl.

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