Sabotage an der Rheintalbahn: Betonplatten blockieren ICE-Verkehr bei Willstätt
Karl-Friedrich WielochSabotage an der Rheintalbahn: Betonplatten blockieren ICE-Verkehr bei Willstätt
Sabotageakt stört Zugverkehr auf der Rheintalbahn früh am 5. April
Unbekannte Täter legten in den frühen Morgenstunden des 5. April Betonplatten und ein Kabel auf die Gleise bei Willstätt, was zu Schäden und Verspätungen führte. Die Bundespolizei ermittelt nun wegen des Vorfalls.
Der Zwischenfall ereignete sich kurz vor 5:41 Uhr, als ein ICE-Hochgeschwindigkeitszug auf die Hindernisse auffuhr. Durch den Aufprall wurde ein Kabel durchtrennt, das die Schranken eines Bahnübergangs steuert – diese blieben daraufhin dauerhaft geschlossen. In der Folge musste der Zugverkehr vorübergehend eingestellt werden, während Reparaturarbeiten durchgeführt wurden.
Dies ist nicht der erste Fall von vorsätzlicher Bahn-Sabotage in Deutschland. In den vergangenen fünf Jahren gab es mindestens 15 ähnliche Vorfälle, darunter Brandanschläge auf Stellwerkanlagen in der Nähe Frankfurts im Jahr 2022 sowie an mehreren Standorten in Bayern 2024. Einige der Taten wurden mit rechtsextremen Tätern in Verbindung gebracht, andere blieben ungeklärt.
Das Ausmaß der Schäden durch den jüngsten Vorfall wird noch geprüft. Die Behörden haben bisher weder Verdächtige noch ein mögliches Motiv ermittelt. Die Bundespolizeiinspektion Offenburg steht für Medienanfragen zur laufenden Untersuchung zur Verfügung. Während der Reparaturarbeiten kam es zu geringfügigen Verspätungen für Reisende. Der Fall reiht sich ein in eine wachsende Liste von Sabotageakten an der Bahninfrastruktur in Deutschland in den letzten Jahren.






