27 March 2026, 12:28

Regionalverkehr in Südwestdeutschland bleibt trotz leichter Fortschritte problematisch

Ausführliche alte Karte von Baden-Württemberg, Deutschland, mit Text oben und unten, die Straßen, Städte und geografische Merkmale zeigt.

Regionalverkehr in Südwestdeutschland bleibt trotz leichter Fortschritte problematisch

Regionalverkehr in Südwestdeutschland zeigt leichte Besserung – doch Qualität bleibt niedrig

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Zum Jahresende 2024 verzeichneten die Regionalbahnen in Südwestdeutschland leichte Fortschritte, doch insgesamt blieb das Niveau weiterhin unbefriedigend. Zwar gab es bei Pünktlichkeit und Sitzplatzkapazitäten geringe Verbesserungen, doch die Sauberkeit in den Zügen verschlechterte sich – für Fahrgäste ein durchwachsenes Fazit. Die aktuelle Bewertung zeigt zwar einen minimalen Anstieg der Durchschnittsnote, doch nur zehn der 33 Netze erreichten mehr als die Hälfte der möglichen Punkte.

Als größter Aufsteiger erwies sich die Bodenseegürtelbahn: Der Betreiber DB Regio steigerte seine Punktzahl um 36 Zähler und kletterte damit vom vorletzten Platz Ende 2023 auf Rang 10 im Dezember 2024. Die besten Platzierungen sicherten sich unterdessen die Schweizerischen Bundesbahnen (SBB) auf der Strecke Klettgau zwischen Erzingen und Schaffhausen mit 91,9 Punkten. Die Schwäbische Alb-Bahn folgte mit 89,1 Punkten auf Platz zwei, während die SBB-Verbindung Schaffhausen–Singen mit 86,9 Punkten Dritte wurde.

Die Pünktlichkeitswerte für Januar und Februar 2026 zeigten eine leichte Erholung im Vergleich zu 2025. Regionalzüge erreichten im Januar eine Pünktlichkeitsquote von 87,2 Prozent (nach 91,0 Prozent im Vorjahr) und verbesserten sich im Februar auf 88,7 Prozent (2025: 90,9 Prozent). Doch anhaltende Baustellen – etwa die Sperrung der Strecke Friedrichshafen–Ravensburg von März bis Juni 2026 – belasteten den Betrieb weiterhin.

Am unteren Ende der Rangliste landete das Franken/Enz-Netz von Arverio mit nur 21,9 Punkten auf Platz 31. Noch schlechter schnitt die Murrbahn mit 12,6 Punkten ab, während DB Regios Hochrhein-Netz mit 6,8 Punkten das Schlusslicht bildete. Verkehrsminister Winfried Hermann (Grüne) kritisierte die Ergebnisse scharf: "Pünktlichkeit und Zuverlässigkeit müssen für Fahrgäste selbstverständlich sein."

Der Gesamtdurchschnitt stieg leicht von 44,6 auf 45,4 Punkte – bleibt damit aber weit entfernt vom Tiefstand von 36,7 Punkten Ende 2022.

Trotz kleiner Fortschritte bei Pünktlichkeit und Sitzplätzen bleibt der Regionalverkehr in Südwestdeutschland problembehaftet. Nur ein Drittel der Netze überschreitet die 50-Punkte-Marke, sodass Fahrgäste weiterhin mit schwankender Qualität konfrontiert sind. Die aktuellen Zahlen deuten auf anhaltende Defizite hin, insbesondere bei Sauberkeit und Zuverlässigkeit, während die Betreiber weiterhin an der Bewältigung struktureller Probleme arbeiten.

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