16 March 2026, 22:22

Mittelständische Zulieferer in Baden-Württemberg kämpfen um ihr Überleben in der Elektromobilitäts-Wende

Flowchart diagram illustrating the energy supply chain, showing stages of energy production with vehicles, trees, and text annotations detailing energy amounts, emissions, and processes.

Mittelständische Zulieferer in Baden-Württemberg kämpfen um ihr Überleben in der Elektromobilitäts-Wende

Mittelständische Zulieferer in Baden-Württemberg kämpfen mit sinkenden Aufträgen, schwachen Investitionsrenditen und steigenden Insolvenzen

Allein im Jahr 2025 gingen im Land rund 25.000 Industriearbeitsplätze verloren, da Unternehmen mit dem Umstieg auf die Elektromobilität hadern. Nun fordern Branchenvertreter dringende Reformen, um den Sektor zu stabilisieren und Arbeitsplätze in Schlüsselregionen wie Stuttgart und Waiblingen zu sichern.

Der Automotive Cluster der wvib Schwarzwald AG hat in einem Positionspapier die Herausforderungen für Zulieferer dargelegt. Unberechenbare Produktionspläne und schwankende Nachfrage machen eine langfristige Planung nahezu unmöglich. Die Unternehmen warnen: Ohne stabile Rahmenbedingungen werden Investitionen in Technik, Personal und Infrastruktur weiter zurückgehen.

Hanna Böhme, Geschäftsführerin der wvib Schwarzwald AG, betonte die Notwendigkeit fairer Partnerschaften zwischen Herstellern und Zulieferern. Sie forderte zudem wettbewerbsfähige Energiepreise, beschleunigte Genehmigungsverfahren und stärkere Forschungsförderung. Der Beirat des Clusters – unterstützt von 53 Unterzeichnern – rief die Automobilkonzerne auf, klare Transformationsfahrpläne und verlässliche Zusammenarbeit zu gewährleisten.

Zwar befürworten die Zulieferer eine CO₂-Bepreisung als Klimainstrument, doch seien umfassendere Reformen unverzichtbar. Mit der Kampagne "Deutschland kann mehr" wirbt der Cluster für eine ganzheitliche Agenda, um die industrielle Zukunft der Region zu sichern. Von der Politik werden schnellere Zulassungsverfahren, die Gewinnung von Fachkräften und stabile Energiemärkte gefordert.

Das Positionspapier unterstreicht die Dringlichkeit von Reformen, um weitere Arbeitsplatzverluste und Insolvenzen zu verhindern. Die Zulieferer brauchen planbare Partnerschaften, wettbewerbsfähige Kosten und schnellere regulatorische Prozesse, um sich an neue Technologien anzupassen. Ohne diese Veränderungen droht dem Automobilsektor in Baden-Württemberg in den kommenden Jahren eine noch tiefere Krise.

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