Kretschmanns Abschied markiert das Ende einer Ära in Baden-Württemberg
Eberhard KuhlAustretender Ministerpräsident Kretschmann: "Ich bin froh, dass ich gehe" - Kretschmanns Abschied markiert das Ende einer Ära in Baden-Württemberg
Baden-Württemberg bereitet sich auf einen Machtwechsel vor: Nach fast 15 Jahren gibt Ministerpräsident Winfried Kretschmann sein Amt ab. Der langjährige Regierungschef der Grünen wird bei der anstehenden Landtagswahl am 8. März 2026 nicht mehr antreten. Damit endet eine Ära für die Partei in dem südwestdeutschen Bundesland.
Kretschmann, der seit 2011 an der Spitze der Landesregierung steht, äußerte kürzlich seine Vorfreude auf das Ende seiner Amtszeit. Sein Rückzug folgt auf eine Umfrage vom Januar, die verschobene politische Kräfteverhältnisse in der Region zeigt. Demnach liegt die CDU mit 29 Prozent vorn, während die Grünen – Kretschmanns Partei – bei 23 Prozent folgen.
Die rechtspopulistische AfD erreichte in derselben Erhebung mit 20 Prozent den dritten Platz. Kleinere Parteien wie die SPD, die Linke und die FDP kamen auf 8, 7 bzw. 5 Prozent. Die Zahlen spiegeln die aktuelle politische Stimmung vor der Wahl 2026 wider.
Neue Wahlregeln, darunter die Einführung von Landeslisten, werden erstmals angewendet. Die Änderungen zielen darauf ab, die Kandidatennominierung und die Umrechnung von Stimmen in Mandate zu reformieren. Als Kretschmanns Nachfolger wurde der ehemalige Bundeslandwirtschaftsminister Cem Özdemir (Grüne) benannt.
Die Landtagswahl 2026 wird erstmals seit über einem Jahrzehnt einen neuen Ministerpräsidenten nach Stuttgart bringen. Özdemirs Kandidatur und das überarbeitete Wahlsystem werden den Wahlkampf prägen. Die Ergebnisse werden zeigen, ob die Grünen ihre führende Rolle behaupten können – oder ob andere Parteien an Einfluss gewinnen.






