KI revolutioniert ökologische Geflügelhaltung mit digitaler Datenplattform
Eberhard KuhlKI revolutioniert ökologische Geflügelhaltung mit digitaler Datenplattform
Ein neues Forschungsprojekt will die ökologische Geflügelhaltung durch digitale Innovationen revolutionieren. Die Initiative "SimpleAgriData", gefördert vom Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft (BMEL), setzt auf KI und Datenanalyse, um Effizienz, Tierschutz und Wirtschaftlichkeit der Betriebe zu steigern. Bundesminister Cem Özdemir gab die Förderung anlässlich der Grünen Woche in Berlin offiziell bekannt.
An dem Vorhaben beteiligen sich Wissenschaftler:innen der Hochschule Karlsruhe – Technik und Wirtschaft (HKA) sowie die Industriepartner Biofino GmbH & Co. KG, GS agri eG und VetVise GmbH. Ziel ist der Aufbau einer Open-Source-Datenplattform, die Informationen entlang der gesamten Wertschöpfungskette der ökologischen Landwirtschaft standardisiert. Damit sollen Höfe Daten künftig einfacher austauschen und auswerten können.
Auf Bio-Mastbetrieben kommen Kamerasysteme zum Einsatz, die rund um die Uhr Video- und Audiodaten aufzeichnen. Mithilfe von KI-Modellen werden diese Daten analysiert, um zentrale Faktoren wie Futterqualität, Stallbedingungen und Tierverhalten zu bewerten. Die gewonnenen Erkenntnisse ermöglichen Landwirt:innen fundiertere Entscheidungen – und tragen so zur Kostensenkung und Prozessoptimierung bei.
Die HKA übernimmt die Projektleitung, steuert die Plattformentwicklung und koordiniert die KI-gestützte Auswertung. Im Mittelpunkt stehen praxisnahe Lösungen: Die Betriebe erhalten konkrete Handlungsempfehlungen, um Nachhaltigkeit und wirtschaftliche Leistung zu verbessern.
Mit "SimpleAgriData" verbindet das Projekt digitale Werkzeuge mit traditionellen Methoden der ökologischen Landwirtschaft – ein wichtiger Schritt hin zu einer intelligenteren Branche. Gelingt die Umsetzung, könnte die KI-Plattform zum neuen Standard für datenbasierte Landwirtschaft werden und sowohl Bäuer:innen als auch Nutztiere gleichermaßen begünstigen. Die Initiative läuft mit fortlaufender Unterstützung des BMEL und seiner Kooperationspartner.






