16 March 2026, 16:25

Hamburgs Kulturszene kämpft für radikale Klimaziele vor Volksentscheid

Eine Gruppe maskierter Personen hält ein Transparent mit der Aufschrift 'Aufbruchsklima' und protestiert gegen den Klimawandel in Berlin, Deutschland, mit Gebäuden, Bänken, Tischen, Pflanzen, Bäumen, Fahrzeugen, Laternenmasten und Schildern im Hintergrund.

Kulturelle Szene setzt sich für Klimaneutralität bis 2040 ein - Hamburgs Kulturszene kämpft für radikale Klimaziele vor Volksentscheid

Über 80 Kulturschaffende in Hamburg unterstützen klimapolitische Vorstoß vor Volksabstimmung

Vor der anstehenden Volksabstimmung haben mehr als 80 prominente Persönlichkeiten aus der Hamburger Kulturszene eine ehrgeizige Klimainitiative unterstützt. Die "Hamburger Zukunftsentscheidung" zielt darauf ab, die Stadt bereits bis 2040 klimaneutral zu machen – ganze zehn Jahre früher als ursprünglich geplant. Zu den Befürwortern zählen Schauspieler:innen, Regisseur:innen sowie große Kunst- und Kultureinrichtungen, die sich für strengere Klimamaßnahmen einsetzen.

Die Initiative fordert eine Überarbeitung des Hamburger Klimaschutzgesetzes mit verschärften Regelungen. Dem Plan zufolge sollen jährliche CO₂-Obergrenzen für zentrale Wirtschaftsbereiche festgelegt werden, basierend auf dem bestehenden Klimaschutzkonzept der Stadt. Werden die Ziele verfehlt, würden umgehend Notfallmaßnahmen greifen.

Ein weiterer Schwerpunkt liegt auf der Entlastung von Vermieter:innen und Mieter:innen. Geplante Förderprogramme sollen energetische Sanierungen finanzieren, um zu verhindern, dass die Kosten einseitig auf die Mieter:innen abgewälzt werden. Soziale Gerechtigkeit steht im Mittelpunkt der Kampagne.

Zu den prominenten Unterstützer:innen gehören die Schauspieler Bjarne Mädel, Maximilian Mundt und Lina Beckmann. Auch Regisseur:innen wie Mirco Kreibich und Pheline Roggan haben den offenen Brief unterzeichnet. Führende Kulturinstitutionen wie das Schauspielhaus, Kampnagel und die Hamburger Kunsthalle beteiligen sich an der Initiative.

Der hamburgweite Volksentscheid über den Plan findet am 12. Oktober statt. Bei einer Zustimmung sollen 13 Pilotprojekte in allen sieben Bezirken starten. Die Abstimmung ist das Ergebnis monatelanger Kampagnenarbeit, bleibt jedoch ausschließlich auf Hamburgs Klimaziele fokussiert.

Das Ergebnis der Oktober-Abstimmung wird entscheiden, ob Hamburg strengere Klimaregeln einführen wird. Bei einer Annahme würde die Stadt jährliche CO₂-Kontrollen und branchenspezifische Vorgaben durchsetzen. Zudem erhielten Vermieter:innen und Mieter:innen Zugang zu finanzieller Unterstützung für klimafreundliche Modernisierungen.

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