Hamburger Dom: Als eine Anwohnerin nach 26 Jahren endlich die Höhe wagte
Karl-Friedrich WielochHamburger Dom: Als eine Anwohnerin nach 26 Jahren endlich die Höhe wagte
Der Hamburger Dom – ein Spektakel aus Adrenalin und Lichtern
Seit langem ist der Hamburger Dom auf dem Heiligengeistfeld ein Magnet für mutige Fahrgeschäftsfans und Lichtermeere. Doch für eine Anwohnerin wurde der Besuch einer der hohen Attraktionen zu einem ebenso schauerlichen wie unvergesslichen Erlebnis. Nach 26 Jahren des Zuschauens aus der Distanz wagte sie sich endlich – wenn auch widerwillig – in die Höhe.
Über zwei Jahrzehnte lang hatte die Autorin die drei jährlichen Aufbauten des Doms von ihrem Balkon aus beobachtet. Die sight der wirbelnden, atemberaubenden Fahrgeschäfte ließ sie oft besorgt den Kopf schütteln. Während eine Freundin die adrenalingeladenen Attraktionen des Hamburger Doms liebt, hatte sie selbst stets beide Füße fest auf dem Boden behalten.
Doch diesmal überredeten sie zwei Freundinnen zu einem Meinungswandel. Die Herausforderung: Eine 70 Meter hohe "Aussichtsgondel", die atemberaubende Panoramablicke verspricht – ganz ohne die üblichen magenumdrehenden Loopings. Eine klare Bedingung wurde gestellt: Wer mit dem Aufzug hinauffuhr, musste auch wieder hinabfahren.
Oben angekommen, bot die Gondel zwar genug Haltemöglichkeiten, doch die Höhe war dennoch überwältigend. Einmal reichte völlig. Selbst an den Losständen wurde kein Ticket gezogen – die Angst, einen riesigen Stoffteddys zu gewinnen, hätte die ohnehin schon vorhandene Nervosität nur noch gesteigert.
Das Abenteuer endete mit einem klaren Entschluss: Nie wieder. Die Aussichtsgondel mochte sich nicht drehen, doch ihre schiere Höhe war Aufregung genug. Vorerst werden künftige Besuche auf dem Hamburger Dom ganz bewusst auf festem Boden stattfinden.






