30 April 2026, 22:22

Deutschland revolutioniert Heizungen: 65-Prozent-Regel für erneuerbare Energien ab 2024

Großes industrielles Gebäude mit ausgedehnten Rohrleitungen, Solarpanelen, Geländern und Infrastruktur in der Umgebung, vor einem klaren blauen Himmel auf einem Hügel in Kalifornien

Deutschland revolutioniert Heizungen: 65-Prozent-Regel für erneuerbare Energien ab 2024

Deutschland treibt die Umstellung der Gebäudebeheizung mit weitreichenden Reformen voran. Ab dem 1. Januar 2024 müssen neue Heizsysteme in Neubaugebieten zu mindestens 65 Prozent mit erneuerbaren Energien betrieben werden. Der Schritt erfolgt vor dem Hintergrund, dass Gebäude für fast 40 Prozent der CO₂-Emissionen des Landes verantwortlich sind.

Der Ausstieg aus fossilen Brennstoffen wird durch das Gebäudeenergiegesetz (GEG) gesteuert, das den schrittweisen Verzicht auf Kohle, Öl und Erdgas in der Wärmeerzeugung regelt. In Ein- und Zweifamilienhäusern ersetzen zunehmend Wärmepumpen ältere Heizsysteme, um die Klimaziele zu erreichen. Gleichzeitig steigern digitale Technologien die Effizienz, indem sie eine präzise Wärmeregulierung und Echtzeit-Anpassungen an den Bedarf ermöglichen.

Rund 63 Prozent der Wohngebäude in Deutschland wurden vor 1979 errichtet – ein großes Potenzial für energetische Sanierungen. Ein Ansatz, der immer mehr an Fahrt aufnimmt, ist die serielle Sanierung, inspiriert vom niederländischen Energiesprong-Modell, das Renovierungen beschleunigt, um die Energieeffizienz zu verbessern. Auch die kommunale Wärmeplanung spielt eine zentrale Rolle, um den lokalen Bedarf mit erneuerbaren Energien zu decken.

Der Ausbau und die Modernisierung von Fernwärmenetzen bleiben ein zentraler Baustein auf dem Weg zur Klimaneutralität. Eine quartiersbezogene Strategie hat sich bereits bewährt, um ganze Stadtteile auf saubere Energieversorgung umzustellen.

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Die neuen Vorschriften und Technologien zielen darauf ab, die Emissionen des veralteten Gebäudebestands in Deutschland zu senken. Mit Wärmepumpen, digitaler Optimierung und Sanierungsprogrammen arbeitet das Land daran, die Wärmeversorgung nachhaltiger zu gestalten. Die Veränderungen werden Millionen Haushalte betreffen, während der Wandel an Tempo gewinnt.

Quelle