Dagmar Frederic kritisiert Schlager-TV: "Immer dieselben Stars – wo bleibt die Vielfalt?"
Eberhard KuhlDagmar Frederic kritisiert Schlager-TV: "Immer dieselben Stars – wo bleibt die Vielfalt?"
Dagmar Frederic blickt auf sechs Jahrzehnte in der Schlagerszene zurück. Trotz ihrer langen Karriere und eines aktiven Tourplans ist die 80-jährige Künstlerin in Deutschlands größten Schlager-Fernsehformaten nur selten zu sehen. Nun hat sie sich kritisch zur Branchenpraxis geäußert, immer wieder dieselben Stars einzuladen.
Frederic steht bis zu 60 Mal im Jahr auf der Bühne – trotz einer bescheidenen Rente. Ihr Programm umfasst nicht nur Schlager-Klassiker, sondern auch Stücke aus Musical und Chanson. Doch anders als viele ihrer Kollegen war sie noch nie in Sendungen von Andrea Kiewel oder Florian Silbereisen zu Gast.
Die bekanntesten Schlager-Formate wie die Schlager Charts auf YouTube oder Deutschland sucht den Superstar bei RTL+ präsentieren regelmäßig Künstler wie Maite Kelly, Anna-Maria Zimmermann oder Roland Kaiser. Diese Shows prägen die Charts und Programme des Jahres 2026 – doch Frederic fehlt in ihren Besetzungen.
Sie versteht die wirtschaftliche Logik hinter der Buchung etablierter Namen. Dennoch kritisiert sie den Mangel an Abwechslung und betont, dass nicht die Moderatoren, sondern die Redaktionen über die Gäste entscheiden. Silbereisen oder Giovanni Zarrella verteidigt sie dabei: Sie hätten kaum Einfluss darauf, wer auftritt.
Jenseits ihrer Branchenkommentare sorgte Frederic kürzlich mit einer schlagfertigen Bemerkung über ihren Ehemann für Schlagzeilen. Der Spruch, den sie in einem Interview fallen ließ, verbreitete sich schnell unter Fans und Medien.
Seit 60 Jahren ist Frederic im Geschäft, doch die großen TV-Schlagerbühnen bleiben ihr verwehrt. Ihre Kritik zeigt, wie eine kleine Gruppe von Künstlern die wichtigsten Plattformen des Genres dominiert. Gleichzeitig beweist sie mit ihren unermüdlichen Tourneen, dass sie eine feste Größe in der deutschen Musiklandschaft bleibt.






