Bosch investiert 250 Millionen Euro in Halbleiterproduktion bis 2025
Marika HeinzBosch investiert 250 Millionen Euro in Halbleiterproduktion bis 2025
Bosch kündigt Milliardeninvestition in Halbleiterproduktion an
Der Technologiekonzern Bosch hat eine große Investitionsoffensive zur Erweiterung seiner weltweiten Halbleiterfertigung angekündigt. Bis 2025 will das Unternehmen über 250 Millionen Euro in den Ausbau der Kapazitäten an zentralen Standorten stecken. Damit reagiert Bosch auf die steigende Nachfrage nach Mikrochips, insbesondere in den Bereichen Mobilität und Internet der Dinge (IoT).
Im Fokus der Expansion stehen drei Standorte: Reutlingen und Dresden in Deutschland sowie Penang in Malaysia. Ein beträchtlicher Teil der Mittel – rund 50 Millionen Euro – fließt in die Modernisierung des Werks in Reutlingen, wo Bosch seit mehr als 50 Jahren Halbleiter herstellt. Der Standort ist spezialisiert auf 150- und 200-Millimeter-Wafer, die unter anderem für anwendungsspezifische Schaltkreise (ASICs), MEMS-Sensoren und Leistungshalbleiter genutzt werden.
Bis Ende 2025 wird die Reinraumfläche in Reutlingen von derzeit etwa 35.000 Quadratmetern auf über 44.000 Quadratmeter erweitert. Die hier produzierten Wafer – dünne Scheiben aus Halbleitermaterial – sind essenziell für die Herstellung integrierter Schaltkreise. Die Investition folgt auf den globalen Chipmangel, der unter anderem durch stornierte Aufträge während der Corona-Pandemie verschärft wurde.
Dr. Stefan Hartung, Vorsitzender der Bosch-Geschäftsführung, betonte, die Erweiterung stärke die Wettbewerbsfähigkeit des Unternehmens. Gleichzeitig profitierten Kunden von der gesteigerten Produktionskapazität. Durch die modernisierten Anlagen will Bosch seine Lieferfähigkeit für Mikrochips in den Bereichen Automobilindustrie und Unterhaltungselektronik deutlich verbessern. Mit den erweiterten Kapazitäten erwartet das Unternehmen, die wachsende Nachfrage künftig effizienter bedienen zu können. Die Produktionssteigerungen sollen ab 2025 greifen.






