Berlins Clubkultur feiert zehn Tage lang Vielfalt und Geschichte
Karl-Friedrich WielochBerlins Clubkultur feiert zehn Tage lang Vielfalt und Geschichte
Berlins Club Commission veranstaltet vom 3. bis 12. Oktober die Tage der Clubkultur
Das Festival umfasst über 100 Veranstaltungen in der gesamten Stadt und verbindet etablierte Clubs mit underground Locations. In diesem Jahr steht auch das soziale und politische Zusammenspiel von Nachtleben und gemeinschaftlichem Zusammenleben im Fokus.
Den Auftakt bildet am 3. Oktober ein Doppelfeature: Mark Reeders Dokumentarfilm B-Movie zeigt die techno-historischen Wurzeln Berlins nach dem Mauerfall 1989. Noch am selben Abend findet in der Kwia am Neuköllner Maybachufer die Veranstaltung Bridging Walls: Stories in Sound statt.
Die Berliner Techno-Szene entstand im Chaos der Wiedervereinigung nach 1989. Die erste Loveparade begann als kleine Friedensdemonstration und entwickelte sich bald zu einem weltweiten Phänomen. Clubs verbreiteten sich in Bezirken wie Kreuzberg, wo frühe Alternativlocations aufblühten, oder Friedrichshain, wo neben dem Berghain seit 2021 auch neue Formate wie das REEF beheimatet sind. Aus Prenzlauer Berg wurde ein gentrifiziertes Partyviertel, während Neukölln und Wedding heute rohe, underground Räume beherbergen.
Das Festivalprogramm spiegelt diese Geschichte wider – es verbindet ikonische Orte mit frischen, experimentellen Locations. Die Veranstalter:innen möchten zeigen, wie die Clubkultur das soziale Gefüge der Stadt prägt – und umgekehrt.
Zehn Tage lang gibt es Vorträge, Filmvorführungen und Performances, die Berlins Nachtleben feiern und gleichzeitig dessen Einfluss auf das städtische Leben hinterfragen. Tickets und das vollständige Programm sind auf der Website der Club Commission abrufbar.






