20 March 2026, 14:18

Bechtle mit gemischten Zahlen 2025: Wachstum trotz Chip-Krise und Lieferengpässen

Nahaufnahme eines AMD-Computerchips aus dem Jahr 2019 mit der Aufschrift "AMD 2019".

Knappheit an Speicherchips behindert Bechtles Pläne für 2026 - Bechtle mit gemischten Zahlen 2025: Wachstum trotz Chip-Krise und Lieferengpässen

Bechtle verzeichnet gemischte Geschäftszahlen für 2025

Der führende IT-Dienstleister Bechtle hat für das Jahr 2025 durchwachsene Finanzkennzahlen vorgelegt. Während der Umsatz um knapp 2 Prozent auf 6,4 Milliarden Euro stieg, sank der Gewinn vor Steuern um 6 Prozent auf 324,2 Millionen Euro. Das Unternehmen sieht sich nun mit Unsicherheiten konfrontiert, die auf volatile Märkte für Speicherchips und Lieferengpässe zurückzuführen sind.

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Bechtle ist spezialisiert auf die Belieferung von Behörden und gewerblichen Kunden mit PCs, Netzwerkhardware sowie E-Commerce-Lösungen. Das gesamte Geschäftsvolumen erhöhte sich 2025 um über 8 Prozent auf 8,6 Milliarden Euro – wobei nicht alle Software-Erlöse in den gemeldeten Verkäufen enthalten sind.

Nachfrage nach Speicherchips erholt sich – doch die Preise explodieren Die globale Nachfrage nach Speicherchips war 2023 eingebrochen, da der pandemiebedingte Boom bei PCs, Smartphones und Tablets nachließ. Seit 2025 jedoch zeichnet sich eine kräftige Erholung ab, angetrieben durch hochpreisige KI-Chips und den Ausbau von Rechenzentren. Seit dem Sommer 2025 haben sich die Preise für Speicherkomponenten verdreifacht – eine Belastung für Hardware-Hersteller und Dienstleister.

Doch nicht nur KI und Rechenzentren treiben die Nachfrage an. Auch andere Branchen verzeichnen starkes Wachstum: Die Batterieindustrie – insbesondere für Elektrofahrzeuge und mobile Geräte – expandiert weiter, ebenso wie die Bereiche Photovoltaik, Energiespeicherung und digitale Beschilderung. Zudem investieren Einzelhandel und Gastronomie vermehrt in hochauflösende Displays wie 4K/8K- und MicroLED-Technologien.

Vorsichtige Prognose für 2026 Trotz der Erholung in einigen Segmenten bleibt Bechtle-Chef Thomas Olemotz bei den Gewinnprognosen zurückhaltend. Lieferknappheiten und Preisschwankungen bei Speicherchips machen den Markt unberechenbar. Für 2026 erwartet das Unternehmen ein Umsatz- und Vorsteuerergebniswachstum von 0 bis 5 Prozent – eine konservative Schätzung angesichts der aktuellen Herausforderungen.

Langfristig ist Bechtle jedoch gut aufgestellt, um von seinen starken Kundenbeziehungen zu profitieren. Bis 2030 strebt das Unternehmen ein Geschäftsvolumen von mindestens 10 Milliarden Euro an, idealerweise sogar früher. Dafür wäre ein durchschnittliches jährliches Wachstum von knapp 4 Prozent notwendig.

Fazit: Moderates Wachstum, aber gedämpfte Gewinne Die Zahlen für 2025 zeigen bei Bechtle ein bescheidenes Umsatzplus, aber rückläufige Gewinne – ein Spiegel der allgemeinen Marktbelastungen. Die künftige Performance hängt davon ab, wie gut das Unternehmen die Volatilität bei Speicherchips meistert und gleichzeitig die Nachfrage in den Bereichen KI, Energiespeicherung und digitale Anzeigetechnik nutzt. Die langfristigen Ziele bleiben ehrgeizig: Bis 2030 soll das Geschäftsvolumen auf 10 Milliarden Euro steigen.

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