05 April 2026, 02:20

Banula revolutioniert E-Auto-Laden mit persönlichen Stromverträgen an öffentlichen Säulen

Elektrofahrzeug-Ladestation auf einem Parkplatz mit umgebenen Infrastruktur, Grünanlagen und einer Brücke im Hintergrund bei bewölktem Himmel.

Banula revolutioniert E-Auto-Laden mit persönlichen Stromverträgen an öffentlichen Säulen

Ein neues Forschungsprojekt revolutioniert die Bezahlung von öffentlichem Laden für Elektroauto-Fahrer in Deutschland. Die Initiative Banula ermöglicht Autofahrern nun, ihre eigenen Stromverträge an Ladestationen zu nutzen – statt auf Roaming-Vereinbarungen angewiesen zu sein. Das Fraunhofer-Institut für Arbeitswirtschaft und Organisation (IAO) gab den Meilenstein nach monatelanger Entwicklung und Erprobung bekannt.

Das Banula-Projekt zielt darauf ab, ein bundesweites Abrechnungssystem für E-Auto-Ladungen zu schaffen, das auf dem von der Bundesregierung geförderten Durchleitungsmodell basiert. Anders als beim klassischen Roaming können Fahrer nun an jeder teilnehmenden Station ihr Fahrzeug anschließen und ihren persönlichen Stromtarif anwenden. Das System erfasst sowohl die Nutzungsgebühr für die Infrastruktur als auch den genauen Stromverbrauch jedes Nutzers.

Die Grundlage des Abrechnungsprozesses bilden virtuelle Bilanzkreise, die von der Bundesnetzagentur reguliert werden. Betreut werden diese Zonen vom Projektpartner OLI Systems, der sie bereits in drei der vier deutschen Netzregionen verwaltet. Diese Struktur erleichtert es Ladeanbietern, sich in das Banula-Ökosystem einzubinden.

Die Testphase hat an einer öffentlichen Ladestation in Harthausen begonnen, die vom Amperfied-Tochterunternehmen der Heidelberger Druckmaschinen AG betrieben wird. Der Pilotstart erfolgte zunächst im Netzgebiet von TransnetBW und wird nun auf einen zweiten Betreiber ausgeweitet. Bis April 2026 haben drei der vier deutschen Übertragungsnetzbetreiber50Hertz, Amprion und TransnetBW – das Modell eingeführt oder getestet, während TenneT bisher nicht teilnimmt.

Das Fraunhofer IAO leitet das Projekt gemeinsam mit sieben Partnern aus Wirtschaft und Wissenschaft. Ihr Ziel ist es, die Bezahlung beim Laden zu vereinfachen und die Verbreitung von Elektroautos in ganz Deutschland zu fördern.

Das Banula-Modell bietet Fahrern mehr Flexibilität, indem es das öffentliche Laden mit ihren bestehenden Stromverträgen verknüpft. Mit laufenden Tests und der Beteiligung von drei großen Netzbetreibern könnte das System bald zum Standard in Deutschland werden. Die nächste Phase hängt von einer weiteren Ausweitung und regulatorischer Unterstützung ab.

Cashback bei deinen
Lieblingsrestaurants und Services

Kaufe Gutscheine und spare in deinen Lieblingsorten in deiner Nähe

LiberSave App auf Smartphones
Quelle