Freiburg baut Traumazentrum Maysternya für Kriegsopfer in Lwiw auf
Karl-Friedrich WielochFreiburg baut Traumazentrum Maysternya für Kriegsopfer in Lwiw auf
Neues Traumazentrum Maysternya entsteht in Lwiw dank Freiburger Initiative
In Lwiw, im Westen der Ukraine, soll bald ein neues Traumazentrum mit dem Namen Maysternya seine Türen öffnen – ermöglicht durch ein Spendenprojekt unter der Federführung der deutschen Stadt Freiburg. Die Einrichtung wird eng mit dem bereits bestehenden Rehabilitationszentrum Unbroken zusammenarbeiten, um medizinische Versorgung für die Opfer des anhaltenden Krieges zu bieten. Freiburg hat rund eine Million Euro für das Vorhaben zugesagt und setzt damit ein Zeichen für den Wandel von akuter Nothilfe hin zu langfristiger Unterstützung beim Wiederaufbau.
Der Bau des Zentrums beginnt im Frühjahr in einem umgebauten alten Kraftwerk. Das Projekt ist das Ergebnis einer jahrelangen Entwicklung der Hilfsmaßnahmen, die zunächst mit dringend benötigten Sachspenden begannen und sich nun auf den Wiederaufbau von Leben und Infrastruktur konzentrieren.
Den Auftakt der Initiative bildete ein Wohltätigkeitsgalaabend, organisiert von Charlotte Schönberger. Die Gäste hörten dort direkte Berichte aus der Ukraine, vorgetragen von Klaus Hoffmann und Tetyana Khabibrakhmanova, die die anhaltenden Herausforderungen des Landes verdeutlichten. Zwar gilt Lwiw aufgrund seiner westlichen Lage als relativ sicher, doch tägliche Trauerfeiern um 11:30 Uhr und Schweigeminuten für gefallene Soldaten erinnern schmerzlich an die emotionale Last des Krieges.
Freiburgs Engagement reiht sich in eine breitere Bewegung deutscher Städte ein. Auch Berlin, München, Hamburg und Köln haben Trauma- und Wiederaufbauprogramme für ihre ukrainischen Partnerstädte ins Leben gerufen. Diese reichen von psychologischen Beratungsnetzwerken bis hin zur Instandsetzung von Infrastruktur, wobei die genauen Zahlen über verschiedene kommunale und bundesweite Aufzeichnungen verstreut sind.
Anfangs bestand die Hilfe für die Ukraine vor allem aus Medikamenten, Generatoren und Stromaggregaten. Mit der Zeit kamen Lebensmittel, Spielzeug und Trostspender wie Stofftier hinzu. Nun, da der Krieg weiter andauert, rückt die nachhaltige Erholung in den Fokus. Das Maysternya-Zentrum wird sich sowohl physischer als auch psychischer Verletzungen annehmen und damit eine entscheidende Lücke im Gesundheitssystem Lwiws schließen.
Der Bau des Traumazentrums ist für das Frühjahr geplant; Freiburg stellt weitere Mittel für seine Entwicklung bereit. Sobald die Einrichtung in Betrieb geht, wird sie spezialisierte Behandlung in einer Region anbieten, in der der Alltag vom Verlust überschatten wird. Das Projekt unterstreicht die wachsende Bedeutung langfristiger Unterstützung – selbst während der Konflikt in anderen Teilen der Ukraine weiterwütet. Die Partnerschaft zwischen Lwiw und Freiburg sorgt dafür, dass die Wiederaufbauhilfe über die unmittelbare Nothilfe hinausgeht und den Bewohnern Schritt für Schritt hilft, ihr Leben wieder aufzubauen.






