21 April 2026, 08:20

Altstadt-Projekt setzt auf Konzept statt Höchstgebot für mehr Gemeinschaftsgeist

Farbcodierte Karte eines geplanten Wohnbaugebiets mit beschrifteten Bereichen für Gebäude, Straßen und weitere Merkmale.

Altstadt-Projekt setzt auf Konzept statt Höchstgebot für mehr Gemeinschaftsgeist

Neues Wohnquartier in der Altstadt setzt auf innovative Vergabepraxis

Bei einem neuen Wohnprojekt in der Altstadt wurde ein ungewöhnlicher Ansatz bei der Vergabe des Zuschlags gewählt: Statt das höchste Gebot zu bevorzugen, erhielten die überzeugendste Konzeptstudie den Vorzug. Mit dieser Entscheidung sollten gemeinwohlorientierte Aspekte wie soziale Durchmischung, städtebauliche Qualität und eine funktionsfähige Nachbarschaft im Vordergrund stehen.

Das Steingau-Viertel, westlich der historischen Altstadt gelegen, beherbergt mittlerweile rund 850 Bewohner:innen. Die Entwicklung erfolgte in einem transparenten Verfahren – nicht mit starren Punktematrizen, sondern durch offene Diskussionsprozesse. Die Grundstückspreise wurden durch unabhängige Gutachten festgelegt, um faire Teilnahmechancen für ein breites Spektrum an Interessenten zu gewährleisten.

Das Interesse am Auswahlverfahren war groß: Die Nachfrage nach Grundstücken überstieg das Angebot um das Dreifache. Ein Leuchtturmprojekt übernahm dabei zentrale Aufgaben, darunter den Bau einer gemeinsamen Tiefgarage und die Koordination der Maßnahmen in seinem Bereich. Die Wärmeversorgung des Quartiers stellt das kommunale Versorgungsunternehmen der Stadt Kirchheim sicher.

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Regelmäßige Überprüfungen sorgten für die Einhaltung der Qualitätsstandards und die Erfüllung der Zusagen. Die Verantwortlichen betonten, dass konzeptbasierte Vergabeverfahren klare Kommunikation, realistische Zeitpläne und eine starke administrative Begleitung erfordern, um erfolgreich zu sein.

Die Ausrichtung auf soziale und gestalterische Ziele prägte das Auswahlverfahren maßgeblich. Durch die Festsetzung der Grundstückspreise und eine diskursive Bewertung konnten vielfältige Entwürfe gewonnen werden. Das Viertel ist heute ein sichtbarer und lebendiger Teil der Gemeinschaft – mit intakter Infrastruktur und entsprechenden Angeboten.

Quelle