23 March 2026, 20:33

Agrarminister fordern mehr Geld und weniger Bürokratie für die Landwirtschaft

Plakat mit Text und Logo, das besagt: "Wir reduzieren die Treibhausgasemissionen um etwa eine Gigatonne bis 2030.", das die Reduzierung der Treibhausgasemissionen bis 2030 fordert.

Agrarminister fordern mehr Geld und weniger Bürokratie für die Landwirtschaft

Bundes- und Landesagrarminister trafen sich zur Herbst-Agrarministerkonferenz in Heidelberg

Cashback bei deinen
Lieblingsrestaurants und Services

Kaufe Gutscheine und spare in deinen Lieblingsorten in deiner Nähe

LiberSave App auf Smartphones

In Heidelberg kamen Bundes- und Landesagrarminister zur Herbst-Agrarministerkonferenz (AMK) zusammen. Im Mittelpunkt des zweitägigen Treffens standen zentrale Herausforderungen des Sektors, darunter Finanzierungsfragen, Tierschutz sowie Regeln zum Pflanzenschutz. Den Vorsitz führte Peter Hauk, baden-württembergischer Minister für Ernährung, Ländlichen Raum und Verbraucherschutz.

Ein zentrales Thema war die Zukunft der Gemeinsamen Agrarpolitik (GAP) nach 2027. Die Minister betonten, dass diese als eigenständige Politik mit eigenem Budget fortgeführt werden solle – statt in übergeordnete nationale oder regionale Pläne integriert zu werden. Zudem lehnten sie den Vorschlag der EU-Kommission von Juli 2025 ab, Direktzahlungen zu deckeln und zu staffeln. Diese Position blieb trotz Gegenwehr des Europäischen Parlaments und des Rates auch bis März 2026 unverändert. Kritiker monieren, das aktuelle Budget von 427 Milliarden Euro sei unzureichend, und warnen vor Kürzungen oder einer weiteren Verstaatlichung.

Ein weiterer Schwerpunkt lag auf dem Tierschutz. Die Teilnehmer prüften das Tierhaltungskennzeichnungsgesetz mit dem Ziel, es so auszugestalten, dass Landwirte, Händler und Verbraucher davon profitieren – ohne zusätzlichen bürokratischen Aufwand. Gleichzeitig forderten die Minister schnellere und einheitlichere Zulassungsverfahren für Pflanzenschutzmittel in ganz Europa, um Verzögerungen zu vermeiden.

Auch die Bürokratie in Landwirtschaft und Forstwirtschaft stand auf der Agenda. Die Minister bekräftigten ihr Bemühen, regulatorische Hürden abzubauen, und betonten die Notwendigkeit von Planungssicherheit und verlässlicher Förderung für die Betriebe. Diskutiert wurde zudem, wie sich Sanierungsvorschriften auf landwirtschaftliche und forstwirtschaftliche Flächen auswirken – stets mit dem Fokus, Stabilität für den Sektor zu wahren.

Das Treffen endete mit einem klaren Appell: Die GAP soll gut finanziert und unabhängig bleiben, während Genehmigungsverfahren beschleunigt und Bürokratie abgebaut werden müssen, um Landwirte und Forstleute zu entlasten. Die Ergebnisse werden die künftigen Verhandlungen zu Agrarpolitik und Fördermitteln prägen.

Quelle