07 June 2026, 20:19

Zweisprachige Schulklassen in Wolfsburg: Warum Eltern jetzt kämpfen

Weniger Italienisch-Kurse an der IGS: Widerstand formiert sich

Zweisprachige Schulklassen in Wolfsburg: Warum Eltern jetzt kämpfen

Wolfsburgs italienische Wurzeln in Gefahr: Streit um zweisprachige Schulklassen

Wolfsburg, eine Stadt in Niedersachsen, ist seit jeher geprägt von ihrer italienischen Gemeinschaft. Seit den 1960er-Jahren haben sich dort über 60.000 Italiener oder ihre Nachkommen niedergelassen und der Stadt ein bleibendes kulturelles Erbe hinterlassen. Doch nun sorgt ein Beschluss zur Kürzung des deutsch-italienischen Zweisprachenprogramms an einer lokalen Schule für Widerstand bei Eltern und Pädagogen.

Die Leonardo-da-Vinci-Grund- und Oberschule bietet seit Jahren bilingualen Unterricht ab der ersten Klasse an, in dem die Schülerinnen und Schüler sowohl auf Deutsch als auch auf Italienisch unterrichtet werden. Bisher gab es pro Jahrgang zwei dieser zweisprachigen Klassen. Ab dem kommenden Schuljahr soll dies jedoch auf nur noch eine Klasse reduziert werden.

Hintergrund der Entscheidung ist eine Überprüfung des Wolfsburger Schulentwicklungsplans, der ergab, dass der bilingualer Zweig als einziger unter 70 Prozent Auslastung lag. Als Reaktion darauf startete eine Online-Petition, die die Stadtverwaltung und Schulbehörden auffordert, den Beschluss rückgängig zu machen. Innerhalb von nur vier Tagen unterschrieben bereits über 550 Personen.

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Die Initiatoren der Petition argumentieren, dass die Kürzung des Programms die Chancen auf frühe zweisprachige Bildung einschränken würde. Sie fordern, dass ab der fünften Klasse weiterhin zwei italienische bilingualen Klassen angeboten werden, und betonen den Wert des Spracherwerbs von den ersten Schuljahren an.

Die Entscheidung der Stadt, das Angebot zu verringern, stößt bei Familien auf Widerstand, die in der Zweisprachigkeit einen zentralen Bildungsvorteil sehen. Da die Petition immer mehr Unterstützung erhält, gerät die Wolfsburger Verwaltung zunehmend unter Druck, die geplanten Kürzungen zu überdenken. Die weitere Entwicklung wird zeigen, wie es um die Zukunft der italienischsprachigen Bildung in der Stadt bestellt ist.

Quelle