ZF Friedrichshafen setzt auf radikale Schuldenreduzierung unter neuem Chef
Marika HeinzDies ist das wichtigste Ziel des neuen ZF-Chefs - ZF Friedrichshafen setzt auf radikale Schuldenreduzierung unter neuem Chef
Das wichtigste Ziel des neuen ZF-Chefs ist die Schuldenreduzierung
Das wichtigste Ziel des neuen ZF-Chefs ist die Schuldenreduzierung
Das wichtigste Ziel des neuen ZF-Chefs ist die Schuldenreduzierung
Der globale Automobilzulieferer ZF durchläuft eine umfassende Umstrukturierung, um seine hohe Verschuldung und finanzielle Schwierigkeiten in den Griff zu bekommen. Der neue Vorstandsvorsitzende Mathias Miedreich hat die Schuldenreduzierung für die nächsten zwei Jahre zur obersten Priorität erklärt. Mit einer Verschuldung von 10,6 Milliarden Euro (Stand September 2025) belasten hohe Zinszahlungen die Investitionsfähigkeit des Unternehmens in zukünftige Produkte.
Im Mittelpunkt der Restrukturierung steht die Antriebsstrang-Sparte, in der ZF bis 2027 die Kosten um mehr als 500 Millionen Euro senken will. Schwache Fahrzeugproduktion, rückläufige Aufträge und der zögerliche Umstieg auf Elektromobilität verschärfen den finanziellen Druck. Im Rahmen des Plans strebt ZF an, die Belegschaft in Deutschland bis Ende 2028 um bis zu 14.000 Stellen zu verringern – erste Entlassungen und Arbeitszeitkürzungen sind bereits umgesetzt.
Zudem prüft das Unternehmen Geschäftsbereiche auf mögliche Verkäufe, um die Schuldenlast zu verringern und finanzielle Spielräume zurückzugewinnen. Dazu zählt etwa ZF Lifetec, während die Sparte für Elektrofahrzeug-Komponenten vor einer Umstrukturierung oder einem Verkauf stehen könnte. Statt Eigenentwicklungen im EV-Bereich voranzutreiben, setzt ZF nun auf Partnerschaften mit chinesischen Zulieferern, um Kosten zu optimieren und strategische Schwerpunkte neu auszurichten.
Die intern als Division E bekannte Sparte, die 2024 noch hohe Verluste verzeichnete, zeigt inzwischen eine Erholung: Bis Mitte 2025 erreichte sie die Gewinnschwelle und wird das Jahr voraussichtlich mit einem Plus abschließen. Miedreichs Strategie sieht vor, den einzelnen Divisionen mehr Eigenverantwortung zu übertragen, um ZF schlanker und effizienter aufzustellen.
Ziel der Umstrukturierung ist es, die Schulden abzubauen, Prozesse zu verschlanken und die finanzielle Stabilität zu stärken. Mit Fokus auf Kostensenkung, möglichen Asset-Verkäufen und operativer Effizienz reagiert ZF auf die Branchenherausforderungen. Gelingen die Maßnahmen, könnten sie dem Unternehmen wieder Handlungsspielraum verschaffen – und Investitionen in künftiges Wachstum ermöglichen.






