17 June 2026, 18:28

ZEW-Index steigt erstmals wieder: Deutschlands Wirtschaft zeigt vorsichtige Erholungssignale

Hoffnung auf Ende des Iran-Kriegs treibt ZEW-Index deutlich an

ZEW-Index steigt erstmals wieder: Deutschlands Wirtschaft zeigt vorsichtige Erholungssignale

Die konjunkturellen Aussichten Deutschlands zeigen im Juni erste Anzeichen einer Erholung, wie aus der jüngsten ZEW-Umfrage hervorgeht. Der ZEW-Index ist erstmals wieder in den positiven Bereich gestiegen – ein deutlicher Stimmungswandel. Zwar verzeichnen mehrere Branchen Zuwächse, doch einige Sektoren kämpfen weiterhin mit Herausforderungen.

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In der Automobilindustrie verbesserte sich die Stimmungslage im Juni um 21,9 Punkte, bleibt jedoch im negativen Bereich. Dies folgt auf einen starken Anstieg um 20,7 Punkte im Vormonat. Auch die chemische und pharmazeutische Industrie sowie der Maschinenbau konnten im selben Zeitraum deutliche Gewinne verbuchen.

Die Erwartungen an den privaten Konsum stiegen im Vergleich zu Mai um 11,7 Punkte. Gleichzeitig kletterten die Wirtschaftserwartungen für Deutschland im Juni 2026 laut ZEW-Umfrage deutlich auf 10,5 Punkte. Für die Eurozone legten die Erwartungen um 18,6 Punkte zu und erreichen nun 9,5 Punkte.

Nicht alle Branchen entwickelten sich jedoch positiv: Im Baugewerbe sank die Stimmung um 15,2 Punkte auf -12 Punkte. Auch die Einschätzung der aktuellen wirtschaftlichen Lage in Deutschland verschlechterte sich leicht – der Indikator liegt nun bei -81 Punkten. ZEW-Präsident Achim Wambach betonte, dass der ZEW-Index damit wieder in den positiven Bereich zurückgekehrt sei.

Experten gehen davon aus, dass sich der Iran-Konflikt bald beruhigen könnte. Dies würde den Druck auf die Energiepreise und die Inflation verringern und der Wirtschaft zusätzliche Entlastung verschaffen.

Der Anstieg des ZEW-Index in positive Gefilde deutet auf wachsenden Optimismus unter Wirtschaftsexperten hin. Vor allem die Automobil-, Chemie- und Maschinenbaubranche tragen maßgeblich zur Verbesserung bei. Dennoch zeigen anhaltende Schwächen im Bausektor und bei der Bewertung der aktuellen Wirtschaftslage, dass weiterhin Unsicherheiten bestehen.

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