Wolters Brauerei beantragt Eigenverwaltung – Stadt sucht Lösungen für kulinarisches Erbe
Eberhard KuhlWolters Brauerei beantragt Eigenverwaltung – Stadt sucht Lösungen für kulinarisches Erbe
Gerüchte über eine drohende Pleite der Wolters Brauerei machten in den letzten Wochen die Runde. Nun hat das Unternehmen Eigenverwaltung beantragt, um eine Sanierung in eigener Regie einzuleiten. Die Stadtverwaltung betrachtet die Brauerei als zentralen Bestandteil des kulinarischen Erbes der Region.
Mit dem Insolvenzantrag in Eigenverwaltung will die Wolters Brauerei ihre finanziellen Probleme selbstständig bewältigen und eine Umstrukturierung ohne direkte externe Kontrolle vornehmen. Die Stadtverwaltung betont, dass sie in dem Verfahren keine formelle Rolle einnimmt und aufgrund von Wettbewerbs- und Beihilferegeln nicht eingreifen darf.
Dennoch stehe man weiterhin in Kontakt mit der Geschäftsführung von Wolters und sei bereit, die Gespräche auf Stadtverordnete und regionale Akteure auszuweiten. Vor einer möglichen Runde am Verhandlungstisch müssten jedoch klare Strategien und Ergebnisse aus den laufenden Insolvenzverhandlungen vorliegen. Unterdessen plant die CDU-Fraktion im Stadtrat einen Eilantrag zur Einrichtung einer Taskforce. Diese soll die Geschäftsführung von Wolters, den Betriebsrat, Vertreter der Gastronomiebranche, die Volksbank BraWo sowie führende Mitglieder der großen Ratsfraktionen zusammenbringen.
Die Stadtverwaltung zeigt sich vorsichtig optimistisch in Bezug auf die Zukunft der Brauerei. Rechtliche Vorgaben verhindern zwar ein direktes Eingreifen, doch der Dialog mit den Beteiligten werde fortgesetzt. Die geplante Taskforce soll die Wolters Brauerei bei ihren Restrukturierungsbemühungen unterstützen.
