WM-Fieber kostet deutsche Firmen 1,3 Milliarden Euro durch Produktivitätsverlust
Karl-Friedrich WielochWM-Fieber kostet deutsche Firmen 1,3 Milliarden Euro durch Produktivitätsverlust
Die Fußball-WM kostet deutsche Unternehmen Milliarden – durch verlorene Produktivität
Während des fast fünfwöchigen Turniers verbringen Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer mehr Zeit mit Spielen als mit der Arbeit. Mit Rekordzahl von 104 Partien finden viele Begegnungen in Deutschland spätabends oder frühmorgens statt.
Im Schnitt wenden Beschäftigte täglich 26 Minuten für WM-Inhalte auf. Über die gesamte Dauer des Turniers summiert sich das auf etwa zwölf verlorene Arbeitsstunden pro Person. Weltweit gibt jeder Siebte zu, heimlich während der Arbeitszeit Spiele zu verfolgen.
Nach deutschem Arbeitsrecht dürfen Angestellte die WM nicht einfach während der Dienstzeit verfolgen. Gerichte haben jedoch entschieden, dass das Hören von Spielen im Radio zulässig ist – vorausgesetzt, es stört keine Kollegen oder beeinträchtigt die Leistung. Arbeitgeber können jedoch einschreiten, wenn Mitarbeiter wegen später Spiele zu spät kommen oder betrunken zur Arbeit erscheinen. In solchen Fällen dürfen sie unbezahlt nach Hause geschickt oder disziplinarisch belangt werden.
Die wirtschaftlichen Folgen sind beträchtlich: Durch die WM entstehen deutschen Unternehmen Produktivitätsausfälle in Höhe von schätzungsweise 1,3 Milliarden Euro. Arbeitgeber behalten sich vor, während des Turniers strenge Regeln zu Arbeitszeiten und Leistung durchzusetzen.
