07 April 2026, 10:22

Wie Thomas Hartmann Deutschlands Solarenergie seit 30 Jahren prägt

Luftaufnahme eines großen Gebäudes mit Solarmodulen auf dem Dach, umgeben von Fahrzeugen, Bäumen, Gras und Strommasten, mit Hügeln und einem klaren blauen Himmel im Hintergrund.

Wie Thomas Hartmann Deutschlands Solarenergie seit 30 Jahren prägt

Thomas Hartmann ist seit fast drei Jahrzehnten eine prägende Figur in Deutschlands Solarenergie-Branche. Sein Weg begann 1994 mit Großbestellungen für solarthermische Anlagen – zu einer Zeit, als erneuerbare Energien noch längst nicht flächendeckend unterstützt wurden. Bereits 1995 gründete er sein erstes Unternehmen, Energie & Natur, und legte damit den Grundstein für Jahre der Innovation im Bereich grüner Technologien.

Hartmanns frühe Arbeit konzentrierte sich zunächst auf solarthermische Systeme, doch bald weitete er sein Engagement auf die Photovoltaik aus. Sein erstes PV-Projekt war eine bescheidene 4,5-Kilowatt-Anlage auf dem Dach eines Wohnhauses in Rottenburg. Es folgte eine größere 24-Kilowatt-Anlage an der Grundschule Rottenburg-Oberndorf – das erste Bürger-Solarprojekt des Landkreises.

Der Start des Erneuerbare-Energien-Gesetzes (EEG) am 1. April 2000 markierte einen Wendepunkt. Noch im selben Jahr gründete Hartmann gemeinsam mit Gerhard Weiße den Bund der Solar-Einkaufsgenossenschaften und setzte sich für eine breitere Nutzung der Solarkraft ein. Seine Bemühungen weckten das Interesse von Bundespolitikern, darunter Justizministerin Hertha Däubler-Gmelin, die Wirtschaftsminister Werner Müller einlud, Hartmanns Anlagen zu besichtigen und die Auswirkungen des EEG aus erster Hand zu erleben.

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Seit Einführung des EEG organisiert Hartmann monatliche "Solar-Spaziergänge", um Photovoltaik-, solarthermische und Biomasse-Anlagen der Öffentlichkeit zu präsentieren. Sein Unternehmen wuchs von fünf Mitarbeitern in den frühen 2000er-Jahren auf bis zu 15 während des Solar-Booms, bevor es sich heute bei zehn Mitarbeitern eingependelt hat. 2006 eröffnete er in Oberndorf das Sonnenzentrum – ein multifunktionales Gebäude, das die Produktion von Solarkollektoren, Büros, eine Wohnung und sogar ein Restaurant beherbergt.

Hartmanns Karriere spiegelt die Entwicklung der deutschen Erneuerbare-Energien-Bewegung wider. Von frühen Solarprojekten über die Gründung von Genossenschaften bis zum Bau des Sonnenzentrums hat seine Arbeit lokale und nationale Solarstrategien mitgeprägt. Mit seinen weiterhin stattfindenden "Solar-Spaziergängen" fördert er weiterhin die öffentliche Auseinandersetzung mit sauberen Energietechnologien.

Quelle