07 April 2026, 14:39

Wie Städte junge Menschen mit echten Mitspracherechten halten wollen

Gruppe von Menschen auf einer Bühne mit Blumensträußen und Urkunden, vor dem Hintergrund "Youth Solar Awards 2019"

Wie Städte junge Menschen mit echten Mitspracherechten halten wollen

In ganz Deutschland finden Städte und Gemeinden neue Wege, um junge Menschen in lokale Entscheidungen einzubinden. Von Baden-Württemberg bis Niedersachsen geben Projekte Unter-25-Jährigen echte Mitspracherechte bei der Gestaltung ihrer Lebensräume. Damit sollen zwei drängende Probleme angegangen werden: die politische Teilhabe junger Einwohner zu stärken und zu verhindern, dass sie ländliche Regionen dauerhaft verlassen.

In Kulmbach setzt die "Zukunftswerkstatt" zunächst bei den Anliegen junger Bewohner an. Das Projekt ermöglicht es den Teilnehmenden, direkt auf lokale Politik und Planung Einfluss zu nehmen. Dieser praxisnahe Ansatz fördert nicht nur das Engagement, sondern wirkt auch Extremismus entgegen, indem er Demokratie erlebbar macht.

Das Programm "Jugend Bewegt" in Baden-Württemberg verfolgt einen ähnlichen Ansatz und hat in über 40 Kommunen Beteiligungsmodelle für Jugendliche eingeführt. Die Initiative motiviert Räte, auf die Stimmen junger Menschen zu hören und sie in Entscheidungsprozesse einzubinden.

Unterdessen hat sich das Jugendparlament in Lingen (Niedersachsen) auf konkrete Verbesserungen konzentriert – etwa mehr Verkehrssicherheit und bessere Radwege. Der Bürgermeister der Stadt plädiert dafür, dem Gremium ein eigenes Budget zu geben, um seine Arbeit noch wirksamer zu gestalten. Ohne finanzielle Mittel, warnt er, blieben selbst die besten Ideen oft nur Theorie.

Viele ländliche Regionen kämpfen mit einem wachsenden Problem: der Abwanderung junger Menschen. Projekte wie diese sollen den Trend umkehren, indem sie Gemeinden responsiver auf deren Bedürfnisse machen.

Die Bestrebungen, Jugendliche stärker einzubinden, gewinnen bundesweit an Fahrt. Ob Kulmbachs Werkstatt, Lingens Parlament oder das baden-württembergische Programm – sie alle zeigen, wie die Teilhabe junger Menschen die lokale Demokratie stärken kann. Wer diese Entwicklungen verfolgen möchte, kann aktuell beim "KOMMUNAL"-Magazin* ein Probeabo mit drei kostenlosen Ausgaben abschließen.

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