Weiße Störche gefährden Stromnetze und Bahnanlagen in Südhessen
Weiße Störche nisten vermehrt auf Strommasten und Bahnanlagen in Südhessen
Das Problem hat sich in diesem Jahr besonders in den Landkreisen Groß-Gerau, Darmstadt-Dieburg und Main-Kinzig verschärft. Behörden und Energieversorger ergreifen nun Maßnahmen, um die Gefahren für die Vögel und die öffentliche Sicherheit zu verringern.
Die wachsende Population der Weißen Störche in Hessen führt dazu, dass immer mehr Nester auf Hochspannungsmasten gebaut werden. Diese können Stromschläge, Kollisionen und Stromausfälle verursachen sowie die Stabilität der Masten beeinträchtigen. Ähnliche Probleme gibt es bei Bahnanlagen, wo Nester Kurzschlüsse und Lichtbögen auslösen können.
Energieversorger und die Deutsche Bahn arbeiten gemeinsam mit Naturschutzorganisationen an Lösungen. Nester werden von Strommasten entfernt, und Abschreckungsvorrichtungen sollen verhindern, dass die Störche während der Brutsaison zurückkehren. Die Deutsche Bahn richtet zudem alternative Nistplattformen ein, um die Vögel zu sichereren Brutplätzen zu lenken.
Um die Störche zusätzlich davon abzuhalten, auf Masten zu nisten, werden windbetriebene Geräte getestet. Ziel ist es, die Tiere zu natürlichen Strukturen umzulenken. Diese Maßnahmen sind Teil einer umfassenden Strategie, um Betriebssicherheit und Artenschutz in Einklang zu bringen.
Die Zusammenarbeit zwischen Energieunternehmen, Deutscher Bahn und Naturschutzbehörden konzentriert sich auf langfristige Lösungen. Durch das Entfernen von Nestern und den Einsatz von Abschreckungsmitteln sollen Unfälle verhindert und gleichzeitig das wachsende Vorkommen der Störche unterstützt werden. Das Ziel bleibt, sowohl die Netzstabilität als auch das Wohl der Vögel zu sichern.






