18 April 2026, 12:23

Warum der 7. Dezember der Tag der Weihnachtskrippe ist

Eine hölzerne Krippe auf einem Tisch, mit einer Lampe links und einer Wand im Hintergrund, dekoriert mit Weihnachtsbäumen, Tieren und einem Haus.

Warum der 7. Dezember der Tag der Weihnachtskrippe ist

Jährlich am 7. Dezember begehen die Deutschen den Tag der Weihnachtskrippe

Der Feiertag würdigt eine Tradition, die sich über Jahrhunderte erstreckt – von den Anfängen der christlichen Verehrung bis hin zu den heutigen Darstellungen in Haushalten. Was einst als schlichte Abbildungen des Jesuskindes begann, hat sich zu aufwendigen Szenen mit zahlreichen Figuren entwickelt.

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Die ersten Krippendarstellungen entstanden im frühen Christentum. Diese frühen Arrangements waren schlicht gehalten und zeigten lediglich das Jesuskind, einen Ochsen und einen Esel. Gegen Ende des 18. Jahrhunderts kamen Figuren wie Maria und Josef hinzu, wodurch die Tradition erweitert wurde.

Im Barockzeitalter verbreitete sich der Brauch vor allem in Kirchen. In Deutschland wurden Weihnachtskrippen im frühen 17. Jahrhundert üblich. Doch 1802 verbot die Säkularisation sie in Kirchen, woraufhin sich die Tradition in private Haushalte verlagerte.

Haushaltskrippen tauchten erstmals im zweiten Halbjahr des 16. Jahrhunderts in Italien auf. Später ermöglichte die Massenproduktion im späten 19. Jahrhundert auch einfachen Familien den Erwerb. Heute bewahren Sammler und Krippenbauvereine die Kunst handgefertigter, detailreicher Darstellungen.

Der Feiertag selbst geht auf Sven Giese zurück, den Begründer des "Kalenders der kuriosen Feiertage aus aller Welt". Obwohl moderner Herkunft, ehrt er eine Praxis, die oft mit dem heiligen Franz von Assisi in Verbindung gebracht wird – dieser soll im Jahr 1223 die erste lebende Krippe geschaffen haben.

Der Tag der Weihnachtskrippe lenkt den Blick auf eine Tradition, die sich im Laufe der Zeit von den Kirchen in die Wohnzimmer verlagert hat. Der Feiertag bewahrt einen Brauch, der einst auf handgefertigte Figuren angewiesen war, heute aber auch industriell gefertigte Sets umfasst. Private Sammler und Kulturvereine halten die reiche Geschichte dieser Tradition lebendig.

Quelle