Warum berühmte Musiker kürzer leben als ihre Kollegen
Ruhm hat einen versteckten Preis, wie aktuelle Studien zeigen. Demnach leben bekannte Musiker im Schnitt kürzer als ihre weniger prominenten Kollegen. Der Druck des Ruhms scheint die Vorteile von Wohlstand und besserer medizinischer Versorgung aufzuwiegen.
Eine Studie aus dem Jahr 2011, veröffentlicht im British Medical Journal, widerlegte die These eines „verfluchten Alters“ für Stars. Stattdessen ergab sie, dass Ruhm selbst das Risiko eines frühen Todes um 33 Prozent erhöht. Forscher der Universität Witten/Herdecke bestätigten diesen Trend später: Berühmte Sänger leben demnach im Durchschnitt 4,6 Jahre kürzer als andere.
Der Mythos des „Club 27“ fasziniert die Öffentlichkeit seit langem. Zu dieser Gruppe zählen Stars wie Brian Jones, Jimi Hendrix, Janis Joplin, Jim Morrison, Kurt Cobain und Amy Winehouse – sie alle starben mit oder kurz vor ihrem 27. Lebensjahr. Auch die russischen Musiker Wiktor Zoi und Alexander Baschlatschew erlitten das gleiche tragische Schicksal. Während berühmte Musiker im Durchschnitt 75,19 Jahre alt werden, erreichen ihre Kollegen fast 80 Jahre (79,75). Die Studie legt nahe, dass der Stress durch Ruhm die Vorteile wie bessere Ernährung, Lebensbedingungen oder ärztliche Betreuung zunichtemacht.
Die Ergebnisse zeigen eine düstere Realität für Menschen im Rampenlicht. Trotz Zugang zu erstklassigen Ressourcen verkürzt der Druck der Berühmtheit das Leben um Jahre. Die Daten widerlegen die romantisierte Vorstellung eines „verfluchten Alters“ – und verweisen stattdessen auf die allgemeinen Risiken des Ruhms.






