Wartburgkreis reformiert Krankenhausversorgung mit klaren Strukturen und neuen Schwerpunkten
Marika HeinzWartburgkreis reformiert Krankenhausversorgung mit klaren Strukturen und neuen Schwerpunkten
Der Kreistag des Wartburgkreises hat einstimmig eine neue Strategie zur Neuausrichtung der Krankenhausversorgung in der Region beschlossen. Der am Dienstag verabschiedete Plan zielt darauf ab, die medizinische Versorgung der Bevölkerung langfristig und nachhaltig zu sichern. Er sieht tiefgreifende strukturelle Veränderungen sowie klarere Rollen für die bestehenden Einrichtungen vor.
Ab dem 1. Juli 2026 übernimmt der Landkreis die volle Trägerschaft des St.-Georg-Krankenhauses Eisenach. Zudem wird er das Krankenhaus Bad Salzungen betreiben und beide Standorte unter einer gemeinsamen Strategie zusammenführen. Beide Häuser behalten ihre Notaufnahmen und fungieren künftig als erweiterte Notfallversorgungszentren.
Der Wartburgkreis wird in eine nord- und eine südliche medizinische Versorgungszone unterteilt. Jede Zone erhält ein Schwerpunktkrankenhaus als zentrales Versorgungszentrum. Sämtliche Einrichtungen werden abgestimmte Spezialisierungen entwickeln, darunter zertifizierte Zentren und zentrale Leistungsbereiche.
Ein weiterer Fokus liegt auf vernetzten Notfallstrukturen und dem Ausbau ambulanter Angebote. Priorität hat zudem die Gewinnung und Bindung von Fachpersonal, um die Zukunftsfähigkeit des Systems zu gewährleisten. Der Kreistag hat bereits neue Mitglieder für die Aufsichtsräte der St.-Georg-Krankenhaus Eisenach gGmbH und der GFG gewählt.
Die Strategie soll eine flächendeckende Gesundheitsversorgung im Wartburgkreis sicherstellen. Sie schafft klare Verantwortungsbereiche zwischen den Krankenhäusern und stärkt deren Zusammenarbeit. Die Umstellungen treten Mitte 2026 in Kraft; erste Maßnahmen zur Umsetzung des neuen Rahmens laufen bereits.
