29 April 2026, 16:34

Vom Waisenhaus zum Promi-Hotel: Die magische Verwandlung des Lou Calen

Eine historische Karte von Nordamerika im 18. Jahrhundert, die die englischen, französischen und spanischen Territorialansprüche und -besetzungen zu Beginn des Franzosen- und Indianerkriegs zeigt, mit farblich unterlegten und fett beschrifteten Regionen innerhalb eines dekorativen Rahmens.

Vom Waisenhaus zum Promi-Hotel: Die magische Verwandlung des Lou Calen

Ein historisches Hotel in Cotignac, Frankreich, hat im Laufe der Jahrzehnte eine bemerkenswerte Verwandlung durchlebt. Das Lou Calen, einst ein Zufluchtsort für Waisenmädchen, entwickelte sich später zu einem Rückzugsort für Prominente wie David Bowie und Pink Floyd. Heute, unter neuer Leitung, zieht es Gäste aus aller Welt an – vor allem aus den USA.

Die Geschichte des Lou Calen begann lange bevor es ein Hotel wurde. Nonnen nutzten das Gebäude einst, um Mädchen unterzubringen, die ihre Eltern verloren hatten. Jahrzehnte später, im Jahr 1972, verwandelte eine Frau namens Huguette es in ein Hotel mit Restaurant.

Huguetts Verbindung zur Region begann 1944, als sie erst zehn Jahre alt war. Am Tag der Befreiung schenkte ihr ein amerikanischer Soldat einen Ring – eine Erinnerung, die sie nie vergass. Jahre später kaufte sie ein Haus in Cotignac und nannte es Lou Calen, nach ihrer Mutter. Mit Geschick handelte sie den Kaufpreis auf die Hälfte des ursprünglichen Angebots herunter.

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Das Hotel florierte und zog berühmte Gäste an, doch 1999 schloss es seine Türen. Über 20 Jahre stand es leer, bis der kanadische Unternehmer Graham Porter es 2015 erwarb. Er eröffnete das Lou Calen mit einer neuen Vision: Ein Kunstzentrum, eine Bar, ein mit einem Michelin Grünen Stern ausgezeichnetes Restaurant und Gästezimmer entstanden.

Auch Huguetts eigener Lebensweg führte sie nach Palm Springs, wo sie ein weiteres Restaurant eröffnete. Dort traf sie den amerikanischen Soldaten wieder, der ihr einst den Ring geschenkt hatte. Noch heute ist sie mit dem Lou Calen verbunden – sogar ein Kochbuch mit provenzalischen Rezepten und persönlichen Erinnerungen veröffentlichte sie.

Unter der aktuellen Leitung hat das Lou Calen eine noch internationale Gästegemeinschaft gewonnen. Amerikaner stellen mittlerweile die größte Besuchergruppe.

Vom Kriegsrefugium zur Kulturdestination – die Geschichte des Lou Calen umfasst Nonnen, Prominente und die lebenslange Verbindung einer Frau zu einem Geschenk eines Soldaten. Heute vereint das Hotel Vergangenheit und Gegenwart und lockt Besucher aus aller Welt an seine Türen.

Quelle