Volkswagen plant radikale Kürzungen – bis zu 100.000 Jobs in Gefahr
Volkswagens Aktie bleibt günstig bewertet – mit einem Kurs-Gewinn-Verhältnis (KGV) von nur 3,7 für dieses Jahr und 3,0 für 2027. Anleger zögern jedoch, die Aktie zu kaufen, da sie die Zukunft der Branche skeptisch sehen. Analysten rechnen dennoch für nächstes Jahr mit einem Gewinn pro Aktie von 24,21 Euro, während die Aktie derzeit bei 72,54 Euro notiert.
Die Unternehmensführung plant nun drastische Einschnitte. Bis zu 100.000 Arbeitsplätze und vier deutsche Werke könnten betroffen sein, darunter die Standorte Hannover und Emden. Beide liegen in Niedersachsen, wo das Land 20,2 Prozent der Volkswagen-Anteile hält. Dieser Anteil verleiht ihm eine Sperrminorität und damit die Macht, zentrale Entscheidungen zu blockieren.
Arbeitnehmervertreter wie Daniela Cavallo wurden bei den Gesprächen über den Stellenabbau nicht einbezogen. Der Aufsichtsrat, in dem eine rot-grüne Allianz den Ton angibt, wird am 9. Juli zusammentreten, um die Pläne zu prüfen.
Die geplante Verkleinerung könnte die deutschen Aktivitäten von Volkswagen grundlegend verändern. Der Einfluss Niedersachsens könnte bei der endgültigen Entscheidung eine entscheidende Rolle spielen. Anleger verfolgen die Entwicklungen weiterhin mit großer Aufmerksamkeit.
