VfB Stuttgart kämpft mit Erschöpfung nach dichtem Bundesliga-Spielplan
Marika HeinzVfB Stuttgart blickt auf eine Woche ohne Doppelbelastung - VfB Stuttgart kämpft mit Erschöpfung nach dichtem Bundesliga-Spielplan
VfB Stuttgarts kräftezehrender Spielplan fordert seinen Tribut – sowohl von den Spielern als auch vom Trainerteam. In den vergangenen zwei Monaten zwang eine dichte Abfolge von Pflichtspielen in Bundesliga und Europa League die Mannschaft zu ständigen Rotationen. Cheftrainer Sebastian Hoeneß räumte ein, dass Erschöpfung eine Rolle bei der jüngsten Niederlage gegen den FC St. Pauli spielte.
Seit Dezember 2025 bestritt Stuttgart neun Wettbewerbsbegegnungen in weniger als einem Monat. Die unerbittliche Serie umfasste Bundesliga-Duelle und europäische Partien, sodass kaum Zeit für Regeneration blieb. Beim Spiel gegen den SC Freiburg nahm Hoeneß sieben Wechsel vor, um die Belastung zu verteilen – dennoch kämpfte die Mannschaft mit der Form. Ein prägendes Beispiel war das Verspielen einer 2:0-Führung gegen die Young Boys Bern im europäischen Wettbewerb.
Die körperliche Belastung spiegelt Probleme wider, wie sie auch andere Top-Klubs plagen. Bayern München etwa absolvierte im Januar sieben Spiele in 20 Tagen, was zu sichtbaren Ermüdungserscheinungen führte. Stuttgarts Situation steht im Kontrast zu weniger geforderten Teams, doch ihre offensive Gefahr – angeführt von Deniz Undav, der seit November an 22 Punkten beteiligt war – hält sie im Rennen.
Nach dem Sonntagtraining steht für die Profis nun eine Pause an: Zwei komplette Ruhetage sind eingeplant. Die Stammspieler lassen die Einheit sogar ganz aus, um sich für die nächste Herausforderung zu erholen. Unterdessen bereitet sich Stuttgart auf das Heimspiel gegen den FC Köln am Samstag um 18:30 Uhr MEZ vor.
Rückblickend auf die Niederlage gegen St. Pauli gab Hoeneß zu, dass der Gegner den Sieg verdient hatte. Er verwies darauf, dass die Verletzungsserie seiner Mannschaft eine "Mentalität der Belagerung" erzwungen habe, was ihre sonst so flüssige Spielweise einschränkte.
Der überfüllte Spielkalender hat Stuttgarts Widerstandsfähigkeit wie auch ihre Schwächen offenbart. Mit Leistungsträgern wie Undav bleibt das Team zwar konkurrenzfähig, doch die Erholung wird entscheidend sein. Die anstehende Verschnaufpause bietet die Chance, sich zu sammeln, bevor es gegen FC Köln im eigenen Stadion geht.






