Vesperkirchen starten in Baden-Württemberg mit Hoffnung und Gemeinschaft in den Winter
Karl-Friedrich WielochVesperkirchen starten in Baden-Württemberg mit Hoffnung und Gemeinschaft in den Winter
Die Vesperkirchen-Saison 2025/26 hat offiziell in ganz Baden-Württemberg begonnen – eine der ersten Städte, die ihre Türen öffnete, ist Emmendingen. Was vor 30 Jahren in Stuttgart als kleine Initiative startete, ist heute eine landesweite Bewegung, die sich auf ehrenamtliche Helferinnen und Helfer stützt. Sie bieten Wärme, Essen und Unterstützung für Menschen in Not.
Die erste Vesperkirche entstand 1995 in Stuttgart. Was damals als bescheidenes Projekt begann, hat sich mittlerweile zu einem Netzwerk von 47 Standorten in der Region entwickelt, die in diesem Winter ihre Arbeit aufnehmen. Jeder Ort handelt nach dem Leitmotiv „Miteinander und füreinander“ und bietet weit mehr als nur Mahlzeiten.
In Emmendingen erwarten die Besucher nicht nur warme Speisen, sondern auch kulturelle Veranstaltungen, Diskussionsrunden und Familienaktivitäten. Viele Vesperkirchen gehen noch einen Schritt weiter: Sie bieten Rechtsberatung, medizinische Untersuchungen, Kleidung, Friseurdienste und seelsorgerische Betreuung an. Ziel ist es, einen Raum zu schaffen, in dem Menschen zur Ruhe kommen, sich austauschen und in den kalten Monaten Unterstützung erfahren können. Bischof Heiner Witte und Bischof Ernst-Wilhelm Gohl betonen die Bedeutung dieser Orte. Sie beschreiben die Vesperkirchen als Stätten, in denen Gemeinschaft wächst und Hoffnung entsteht. Die Initiative bleibt bis heute vor allem ehrenamtlich geprägt – ein Zeichen für ihre bürgergetragene Herkunft.
In dieser Saison beteiligen sich 47 Vesperkirchen und ähnliche Projekte in ganz Baden-Württemberg. Mit der frühen Eröffnung in Emmendingen ist der Auftakt für einen Winter der gemeinsamen Hilfe und praktischen Unterstützung gegeben. Die Organisatoren erwarten, dass tausende Menschen erreicht werden – mit akuter Entlastung und nachhaltigen Verbindungen.






