12 December 2025, 04:44

ver.di warnt vor Stellenabbau am Freiburger Uniklinikum durch Finanzkrise

Ein Krankenhausgebäude mit mehreren Fahrzeugen, Bäumen und einem Zaun davor.

ver.di warnt vor Stellenabbau am Freiburger Uniklinikum durch Finanzkrise

Universitätsklinikum Freiburg: ver.di warnt vor Folgen des Investitionsstaus

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Teaser: Die finanzielle Lage des Universitätsklinikums Freiburg bleibt angespannt, so der ver.di-Bezirk Südbaden-Schwarzwald. Das Defizit beträgt derzeit rund 56 Millionen Euro und wächst weiter; in den nächsten drei Jahren könnten bis zu 350 Stellen gestrichen werden. Die Gewerkschaft spricht von einer politisch verursachten Krise, die nicht angegangen werde.

Datum der Veröffentlichung: 9. Dezember 2025, 10:44 Uhr MEZ

Das Universitätsklinikum Freiburg steckt in einer sich verschärfenden Finanzkrise. Die Einrichtung verzeichnet ein Defizit von etwa 56 Millionen Euro, wobei Experten warnen, dass die Fehlbeträge weiter steigen werden. Die Gewerkschaft ver.di macht jahrelange Unterinvestitionen des Landes Baden-Württemberg für die prekäre Situation verantwortlich.

Bereits hat das Klinikum 300 Millionen Euro aus eigenen Rücklagen und Krediten aufgebraucht, um dringend notwendige Infrastruktur zu finanzieren. Nun drohen in den nächsten drei Jahren bis zu 350 Stellen zu fallen, sofern nicht schnell gehandelt wird.

ver.di bezeichnet die Krise als politisch verursacht und kritisiert sowohl die Landesbehörden als auch die Klinikleitung. Die Gewerkschaft wirft dem Vorstand vor, bei der Bewältigung langjähriger struktureller Probleme zu zögerlich vorzugehen. Statt schrittweiser Maßnahmen fordert ver.di verbindliche Arbeitsplatzgarantien, mehr Transparenz und bessere Arbeitsbedingungen für die Beschäftigten.

Die wirtschaftliche Belastung betrifft nicht nur Freiburg. In der Schweiz verzeichnete das Freiburger Spital HFR kürzlich einen Verlust von 36,4 Millionen Schweizer Franken – ein Zeichen für den wachsenden Finanzdruck auf Krankenhäuser in der gesamten Region. ver.di pocht nun auf nachhaltige Landesförderung, um die Patientenversorgung, Forschung und Lehre am Universitätsklinikum Freiburg zu sichern.

Über Soforthilfen hinaus verlangt die Gewerkschaft eine deutliche Erhöhung der Landesinvestitionen. Ohne diese drohe die Funktionsfähigkeit des Klinikums langfristig gefährdet zu sein. Der aktuelle Finanzierungsengpass hat bereits dazu geführt, dass interne Reserven aufgebraucht wurden, was den Spielraum für zukünftige Handlungsmöglichkeiten stark einschränkt.

Die Zukunft des Klinikums hängt von den Entscheidungen der kommenden Monate ab. ver.di fordert mehr politisches Engagement und sichere Finanzierung, um weitere Stellenstreichungen und Leistungskürzungen zu verhindern. Ohne Gegenmaßnahmen wird sich die finanzielle Schieflage voraussichtlich verschärfen – mit Folgen für Mitarbeiter, Patienten und die medizinische Forschung.