Ulm kämpft für mehr Barrierefreiheit – wie die Inklusionsbeauftragten die Stadt verändern
Svenja HeringUlm kämpft für mehr Barrierefreiheit – wie die Inklusionsbeauftragten die Stadt verändern
Stabstelle Inklusionsbeauftragte in Ulm unterstützt seit 2016 Menschen mit Behinderungen
Das Büro des Ulmer Inklusionsbeauftragten arbeitet seit 2016 als unabhängige Ombudsstelle, um Barrieren abzubauen und für Chancengleichheit zu sorgen. Im vergangenen Jahr bearbeitete das Team 116 Fälle – ein Anstieg um 12 Prozent im Vergleich zu 2024.
Unter der Leitung von Oliver Arnold, dem dienstältesten Behindertenbeauftragten der Stadt, gehören auch Jamila Schönsiegel und Denis Spill zum Team. Die Aufgaben reichen von der Beantragung von Schwerbehindertenausweisen über die Beseitigung physischer Hindernisse im öffentlichen Raum bis hin zur Verbesserung von barrierefreien Parkplätzen und inklusiven Kulturangeboten.
2025 veranstaltete die Stabstelle eine Fachkonferenz unter dem Titel "Hier ist's schön… aber hast du schon mal barrierefrei gelebt?" und lenkte damit den Blick auf anhaltende Herausforderungen. Kreativprojekte wie "BrickRamps" oder ein Designwettbewerb für barrierefreie Parkplätze sollten die städtische Zugänglichkeit vorantreiben.
Zudem kooperiert das Büro mit der Ulmer Initiative "Smart City". Gemeinsam werden digitale Lösungen wie LocID erprobt, um die Barrierefreiheit zu verbessern. Dennoch gibt es keine konkreten Daten darüber, wie viele Bürger:innen im vergangenen Jahr direkt von den Beratungsangeboten profitierten oder welche städtischen Maßnahmen auf Empfehlungen der Stelle zurückgehen.
Die Inklusionsbeauftragten setzen sich weiterhin für ein barriereärmeres Ulm ein. Ihr Wirken umfasst rechtliche Unterstützung, Öffentlichkeitsarbeit und innovative Projekte. Während die Nachfrage nach ihren Dienstleistungen steigt, bleibt die Wirkung auf Politik und Einzelne ein zentraler Schwerpunkt.






