Ukrainische Delegation erkundet nachhaltige Infrastruktur-Lösungen in Ulm und Neu-Ulm
Eberhard KuhlUkrainische Delegation erkundet nachhaltige Infrastruktur-Lösungen in Ulm und Neu-Ulm
Eine Delegation aus Bilhorod-Dnistrowskyj besuchte vom 26. bis 29. Januar 2026 Ulm und Neu-Ulm, um nachhaltige Lösungen für die Infrastruktur zu erkunden. Im Mittelpunkt der Reise standen Wasserwirtschaft, Energieversorgung, Abfallbehandlung und Fernwärme – Themen, die Teil der laufenden Partnerschaft zwischen den Städten sind. Beide Seiten streben eine engere Zusammenarbeit beim Wiederaufbau der vom Krieg betroffenen Regionen der Ukraine an.
Ulm und Neu-Ulm unterstützen Bilhorod-Dnistrowskyj bereits seit Beginn der russischen Invasion. Der jüngste Besuch markierte einen Übergang zu einer strukturierten institutionellen Kooperation mit Fokus auf nachhaltigem Wiederaufbau. Oberbürgermeisterin Katrin Albsteiger betonte die Widerstandsfähigkeit und Anpassungsfähigkeit der Partnerschaft angesichts sich wandelnder Herausforderungen.
Während des viertägigen Austauschs besuchte die Delegation zentrale Einrichtungen, darunter Abfallbehandlungsanlagen und Fernheizwerke. Zudem nahm sie an der Biogas-Fachmesse teil und traf sich mit lokalen Initiativen und politischen Vertretern. Das Programm unterstrich den effizienten Umgang mit Ressourcen sowie den grenzüberschreitenden Wissensaustausch.
Die Reise umfasste auch konkrete Unterstützung: Drei generalüberholte Gelenkbusse, die mit Hilfe von Voith GmbH und den SWU Stadtwerken instand gesetzt wurden, wurden an Bilhorod-Dnistrowskyj übergeben. Oberbürgermeister Martin Ansbacher würdigte den Durchhaltewillen der ukrainischen Stadt trotz der schwierigen Umstände.
Obwohl keine spezifischen Technologien für eine direkte Übernahme benannt wurden, drehten sich die Gespräche unter anderem um digitale Werkzeuge für die Wasserversorgung – ein Thema, das im Februar 2026 bei einer DVGW-Veranstaltung in Neu-Ulm vertieft werden soll. Die SWU Stadtwerke präsentierten zudem ihre redundanten Energie- und Wassersysteme als Beispiele für widerstandsfähige Infrastruktur.
Der Besuch der Delegation festigte die Bindungen zwischen den Städten und konzentrierte sich auf langfristige Infrastrukturprojekte. Bilhorod-Dnistrowskyj erhielt sowohl fachliches Know-how als auch greifbare Hilfe, etwa in Form der überholten Busse. Die künftige Zusammenarbeit wird voraussichtlich auf diesen Austausch aufbauen, um die Wiederaufbau-Bemühungen der Ukraine zu unterstützen.






