Tübinger Uniklinik setzt auf SAP-basierte Abrechnung mit S4.health bis 2026
Eberhard KuhlTübinger Uniklinik setzt auf SAP-basierte Abrechnung mit S4.health bis 2026
Universitätsklinikum Tübingen modernisiert Abrechnungssystem mit Umstieg auf S4.health
Das Universitätsklinikum Tübingen rüstet sein Abrechnungssystem auf und setzt künftig auf S4.health, eine neue Lösung auf Basis von SAP S/4HANA. Der Wechsel folgt auf die Migration des Krankenhauses auf SAP S/4HANA im Jahr 2024 und soll die Abläufe effizienter gestalten, ohne bestehende Prozesse grundlegend zu verändern. Die Entscheidung fällt zudem nach der Beendigung des Vertrags mit Concardis für die Patientenabrechnung, der 2025 ausläuft.
Bereits 2024 hatte das Klinikum mit der Modernisierung seiner IT-Infrastruktur begonnen, indem es sein ERP-System auf SAP S/4HANA umstellte. Dieser Schritt ebnete den Weg für die Einführung von S4.health, einer Abrechnungsplattform der Unternehmen ATSP und RZV. Das neue System ersetzt die bisher genutzte SAP-IS-H-Lösung, die bislang für die Patientenabrechnung zuständig war.
Die Umstellung erfolgt schrittweise: Eine Basisversion von S4.health soll bis Ende 2025 installiert werden. Im Laufe des Jahres 2026 werden alle Abrechnungsfunktionen getestet, bevor das System voraussichtlich Ende 2026 voll einsatzbereit ist.
Um Störungen zu minimieren, behält das Klinikum seine internen Abrechnungsregeln und komplexen Preismodelle bei. Für die Anwender wird sich im Arbeitsalltag kaum etwas ändern. Auch Krankenhäuser, die das Klinische Arbeitsplatzsystem (KAS) i.s.h.med nutzen, müssen nach dem Wechsel keine unmittelbaren Anpassungen vornehmen.
Sobald S4.health vollständig betrieben wird, plant das Klinikum die Evaluation eines neuen klinischen Systems. Diese Entscheidung soll nach Abschluss der Abrechnungsumstellung fallen.
Durch die Einführung von S4.health wird die Abrechnung zentral in der SAP-S/4HANA-Umgebung gebündelt. Die Testphasen 2026 sollen einen reibungslosen Übergang gewährleisten, bevor das System vollständig an den Start geht. Priorität hat für das Klinikum, während der Umstellung Stabilität für Mitarbeiter und Patienten zu sichern.






