07 May 2026, 16:33

Trigema-Erbin warnt vor steigenden Lohnnebenkosten und kritisiert 1.000-Euro-Prämie

Plakat mit fettem schwarzem Text auf einem weißen Hintergrund, der von einem schmalen schwarzen Rand eingerahmt ist und "Maganomics: Ein Wirtschaftsplan, der drei Dinge tut: Senkt Steuern für die Reichen und große Unternehmen noch weiter."

Trigema-Erbin warnt vor steigenden Lohnnebenkosten und kritisiert 1.000-Euro-Prämie

Bonita Grupp, Erbin des Modeimperiums Trigema, hat sich zu Steuer- und Arbeitskostenpolitik geäußert. Zwar akzeptiert sie eine moderate Erhöhung des Spitzensteuersatzes, warnt jedoch vor steigenden Lohnnebenkosten für Unternehmen. In ihren Stellungnahmen geht sie auch auf die neue steuerfreie Prämie von 1.000 Euro für Arbeitnehmer ein – eine Maßnahme, die sie als tiefgreifend problematisch ansieht.

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Grupp hält eine leichte Anhebung des Spitzensteuersatzes für verkraftbar, allerdings nur, wenn sie durch andere Entlastungen ausgeglichen wird. Sie betonte, dass jede Anpassung Unternehmen und Bürger nicht unangemessen belasten dürfe.

Größere Sorgen bereiten ihr jedoch die wachsenden Lohnnebenkosten. Diese könnten, so ihre Argumentation, für Betriebe unkontrollierbar werden, falls sie weiter ansteigen. Die finanzielle Belastung, warnt sie, könnte manche Unternehmen an den Rand des Ruins treiben.

Zur steuerfreien 1.000-Euro-Prämie äußert sich Grupp offen kritisch. Sie bezeichnet sie als problematisch, da sie bei Arbeitnehmern falsche Erwartungen wecke. Das Geld, so Grupp weiter, stamme nicht von den Arbeitgebern selbst, sondern von Dritten. Trigema habe noch nicht entschieden, ob das Unternehmen die Prämie seinen eigenen Mitarbeitern anbieten werde.

Grupps Haltung spiegelt einen vorsichtigen Umgang mit Wirtschaftspolitik wider: Sie befürwortet gezielte Steuerreformen, lehnt aber Maßnahmen ab, die den Geschäftsbetrieb destabilisieren oder Arbeitnehmer in die Irre führen könnten.

Die Trigema-Erbin bleibt bei ihrer Position: Steueranpassungen müssten mit Schutzmechanismen einhergehen, und der Anstieg der Arbeitskosten bedürfe einer Begrenzung. Die Entscheidung ihres Unternehmens über die 1.000-Euro-Prämie steht noch aus. Gleichzeitig unterstreichen ihre Warnungen die potenziellen Risiken steigender Belastungen für Arbeitgeber in ganz Deutschland.

Quelle