23 March 2026, 10:27

Traditionsunternehmen Mayer & Cie. meldet Insolvenz an – Rettung in drei Monaten nötig

Schwarz-weiß-Foto einer Fabrik mit Arbeitern, die Maschinen bedienen, umgeben von Metallstangen und -pfählen, mit Text unten: "Neue Eisenglebeerei, die erste Fabrik in Deutschland."

Traditionsunternehmen Mayer & Cie. meldet Insolvenz an – Rettung in drei Monaten nötig

Mayer & Cie., traditioneller deutsch-schweizerischer Hersteller von Rundstrickmaschinen, meldet Insolvenz an

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Der 120 Jahre alte Maschinenbauer Mayer & Cie., einst führend in der Herstellung hochwertiger Textilmaschinen, hat Insolvenz angemeldet. Sollte es dem Unternehmen nicht innerhalb der nächsten drei Monate gelingen, sich zu erholen, droht die endgültige Schließung. Die finanziellen Probleme resultieren aus rückläufigen Aufträgen, hoher Inflation in wichtigen Absatzmärkten und dem globalen Wirtschaftsdruck.

Die Schwierigkeiten begannen 2022, als die Bestellungen zurückgingen. 2023 führte das Unternehmen Kurzarbeit ein, die später auf alle Abteilungen ausgeweitet wurde. Besonders hart traf es den türkischen Markt, den Hauptkunden von Mayer & Cie.: Dort brachen die Umsätze aufgrund extremer Inflation um 50 Prozent ein und verschärften die finanzielle Notlage.

Als Gründe für die Insolvenz nennt das Unternehmen übergeordnete wirtschaftliche Probleme. Der Handelskonflikt zwischen den USA und China sowie der Krieg in der Ukraine hatten Lieferketten unterbrochen und die Nachfrage geschwächt. Noch vor fünf Jahren war Mayer & Cie. im Premiumsegment der Strickmaschinen gut positioniert und steigerte seinen Umsatz jährlich um etwa 8 Prozent – auf voraussichtlich 250 Millionen Euro bis 2025. Doch der Wettbewerb durch günstige chinesische Hersteller, die den Markt im mittleren und unteren Preissegment in Asien dominieren, setzte dieProfitabilität zusätzlich unter Druck.

Die Insolvenzverfahren laufen nun in Eigenverwaltung, sodass die Geschäftsführung vorerst die Kontrolle behält. Der vorläufige Insolvenzverwalter Ilkin Bananyarli und der Restrukturierungsexperte Martin Mucha begleiten den Prozess. Mucha hat bereits 100 Millionen Euro an finanzieller Unterstützung mobilisiert, um das Unternehmen zu stabilisieren. Die 280 Mitarbeiter erhalten für die nächsten drei Monate Insolvenzgeld von der Bundesagentur für Arbeit.

Die kommenden drei Monate werden über die Zukunft von Mayer & Cie. entscheiden. Scheitert die Sanierung, droht die endgültige Schließung. Mitarbeiter, Führungskräfte und Verwalter arbeiten nun gegen die Zeit, um das Überleben des Traditionsunternehmens zu sichern.

Quelle