06 May 2026, 10:20

Tausende fordern in Berlin mehr Rechte und echte Inklusion für Menschen mit Behinderungen

Eine große Gruppe von Menschen nimmt an einer Black Lives Matter Demonstration in Berlin teil, einige halten Schilder, andere tragen Mützen und Taschen, mit einem Fahrrad im Vordergrund und Bäumen und einem Pfahl im Hintergrund.

Tausende fordern in Berlin mehr Rechte und echte Inklusion für Menschen mit Behinderungen

Hunderte Menschen gingen am Samstag in Berlin auf die Straße, um bessere Rechte und mehr Inklusion für Menschen mit Behinderungen zu fordern. Die Demonstration fiel zusammen mit dem Europäischen Protesttag zur Gleichstellung von Menschen mit Behinderungen. Rund 1.000 Teilnehmerinnen und Teilnehmer schlossen sich dem Marsch an, der vom Brandenburger Tor bis zum Roten Rathaus führte.

Die Veranstaltung wurde von einem breiten Bündnis aus Wohlfahrtsverbänden, sozialen Organisationen und Behindertenrechtsaktivisten organisiert. Rollstuhlfahrerinnen und -fahrer sowie Aktivistinnen und Aktivisten zogen gemeinsam durch die Stadt und forderten stärkere gesetzliche Schutzmaßnahmen. Zu den Rednerinnen und Rednern zählten Berlins Sozialsenatorin Cansel Kiziltepe (SPD), Bundestagsvizpräsident Bodo Ramelow (Linke) sowie mehrere Abgeordnete.

Beim Abschlusskundgebung wollten die Organisatoren eine Petition überreichen, die rechtlich verbindliche Barrierefreiheitsstandards fordert. Die Proteste fanden nur wenige Tage vor der ersten Lesung der geplanten Reformen des Behindertengleichstellungsgesetzes im Bundestag statt. Kritiker bemängeln jedoch, dass der Gesetzentwurf nach wie vor zu viel Spielraum bei der Umsetzung von Barrierefreiheit lässt.

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Der Marsch lenkte die Aufmerksamkeit auf die anhaltende Sorge, dass die aktuellen Regelungen keinen ausreichenden Zugang für Menschen mit Behinderungen in öffentlichen Räumen und bei Dienstleistungen garantieren. Die Demonstration erhöhte den Druck auf die Abgeordneten vor der parlamentarischen Debatte am Donnerstag. Die Organisatoren hoffen, dass die Petition zu strengeren und durchsetzbaren Barrierefreiheitsvorschriften führt. Die Veranstaltung unterstrich die Forderung nach konkreten gesetzlichen Änderungen statt freiwilliger Maßnahmen.

Quelle