17 January 2026, 13:58

Tarifstreit im öffentlichen Dienst eskaliert: Warnstreiks drohen in Stuttgart

Ein Plakat, das einen Zoo in München, Deutschland, bewirbt und ein Leopard und eine Hauskatze zeigt, mit Text, der Informationen über den Zoo enthält.

Streiks angekündigt - Wilhelma und Theater betroffen - Tarifstreit im öffentlichen Dienst eskaliert: Warnstreiks drohen in Stuttgart

Tarifverhandlungen im öffentlichen Dienst stecken erneut fest – 920.000 Landesbedienstete ohne Einigung

Die zweite Verhandlungsrunde zwischen der Tarifgemeinschaft der Länder und den Gewerkschaften Verdi und dbb beamtenbund und tarifunion endete am Donnerstag ergebnislos. Damit bleibt für über 920.000 Beschäftigte des öffentlichen Dienstes eine Lösung weiter in der Schwebe. Ab nächster Woche drohen nun Streiks, die das Leben in Stuttgart massiv beeinträchtigen könnten.

Die jüngsten Gespräche fanden am 15. und 16. Januar in Potsdam statt, geleitet von Hamburgs Finanzsenator Andreas Dressel (SPD). Die Gewerkschaften fordern eine Lohnerhöhung von 7 Prozent, mindestens jedoch 300 Euro mehr für alle Beschäftigten. Die Arbeitgeberseite hat diese Forderungen bisher nicht erfüllt – die Fronten bleiben damit verhärtet.

Da keine Einigung in Sicht ist, haben Verdi und dbb für Dienstag Warnstreiks ausgerufen. Betroffen sein werden vor allem kulturelle Einrichtungen wie der Wilhelma Zoo, das Staatstheater und die Staatsgalerie, die voraussichtlich schließen müssen. Auch Universitäten, Behörden und möglicherweise sogar der Landtag könnten sich den Arbeitsniederlegungen anschließen. Insgesamt sind rund 2,2 Millionen Menschen von dem Konflikt betroffen, darunter Beschäftigte von Bund und Kommunen. Eine letzte Verhandlungsrunde ist für den 11. bis 13. Februar angesetzt, doch die Spannungen bleiben hoch – beide Seiten zeigen sich unnachgiebig.

Stuttgart muss sich auf erhebliche Einschränkungen einstellen, wenn nächste Woche die Streiks im öffentlichen Dienst beginnen. Der Stillstand in den Verhandlungen könnte zu Schließungen wichtiger Einrichtungen führen und damit Bürger:innen wie Besucher:innen gleichermaßen treffen. Ob es zu weiteren Arbeitskämpfen kommt, wird sich in den Februar-Gesprächen entscheiden.

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