Tarifstreit im Nahverkehr Baden-Württemberg: Verdi droht mit Arbeitskampf nach gescheiterten Verhandlungen
Marika HeinzTarifstreit im Nahverkehr Baden-Württemberg: Verdi droht mit Arbeitskampf nach gescheiterten Verhandlungen
Die erste Runde der Tarifverhandlungen für Beschäftigte im öffentlichen Nahverkehr in Baden-Württemberg ist ohne Fortschritt zu Ende gegangen. Die Arbeitgeber legten kein Angebot vor, sodass rund 6.700 Mitarbeiter in sieben kommunalen Unternehmen weiter in der Ungewissheit bleiben. Die Gewerkschaft Verdi drängt auf bessere Bezahlung und Arbeitsbedingungen, während die Gespräche ins Stocken geraten sind.
Bei den jüngsten Verhandlungen forderte Verdi höhere Zuschläge für Nacht-, Wochenend- und Sonntagsdienste. Zudem verlangte die Gewerkschaft eine verbesserte Vergütung von Überstunden sowie Zulagen, die an die Entgeltgruppen geknüpft sind. Laut Verdi stehen die Beschäftigten unter zunehmendem Druck durch übermäßige Überstunden und eine verdichtete Arbeitsbelastung – teilweise liegen die Überstundensätze sogar unter dem regulären Stundenlohn.
Die Arbeitgeberseite brachte in der ersten Verhandlungsrunde jedoch keine Vorschläge ein. Als Begründung verwies sie auf die angespannte Haushaltslage der Kommunen. Da keine Einigung erzielt wurde, werden beide Seiten Anfang Februar erneut zusammenkommen. Von dem Streit betroffen sind Bus- und Straßenbahnfahrer, Wartungspersonal sowie weitere Beschäftigte im Verkehrssektor der Region. Verdi warnte, dass ungelöste Konflikte zu weiteren Arbeitskampfmaßnahmen führen könnten, falls kein Kompromiss gefunden wird.
Die nächste Verhandlungsrunde ist für Anfang Februar angesetzt, sodass die Situation vorerst festgefahren bleibt. Ohne ein verbessertes Angebot drohen dem Nahverkehr in Baden-Württemberg Einschränkungen. Das Ergebnis der Gespräche wird entscheiden, ob sich für die 6.700 betroffenen Mitarbeiter etwas an Löhnen und Arbeitsbedingungen ändert.






