SWEG-Restrukturierung gefährdet 500 Jobs – ver.di warnt vor Kündigungswelle
Marika HeinzSWEG-Restrukturierung gefährdet 500 Jobs – ver.di warnt vor Kündigungswelle
Die Südwestdeutsche Landesverkehrs-AG (SWEG) hat Pläne zur Umstrukturierung ihres Busgeschäfts bekannt gegeben, von der rund 500 Beschäftigte betroffen sein werden. Die Änderungen umfassen Entlassungen sowie die Übertragung von Dienstleistungen auf neu gegründete Tochtergesellschaften an mehreren Standorten. Die Gewerkschaft ver.di hat Bedenken hinsichtlich der Arbeitsplatzsicherheit und der Rechte der Beschäftigten während des Prozesses geäußert.
Von der Restrukturierung betroffen sind unter anderem die Standorte Weil am Rhein, Wiesloch und Offenburg. Noch in diesem Jahr sollen die ersten Veränderungen in Weil am Rhein in Kraft treten. Im Rahmen der Umstellung könnten einige bestehende Betriebsstätten verkleinert oder sogar geschlossen werden.
Beschäftigte, denen eine Kündigung droht, müssen sich möglicherweise auf Stellen in den neuen Unternehmen neu bewerben. ver.di warnt, dass Gewerkschaftsmitglieder und Betriebsratsvertreter bei künftigen Einstellungen benachteiligt werden könnten. Die Gewerkschaft fordert zudem einen Sozialplan auf Basis von Tarifverhandlungen sowie eine Übergangsregelung für Löhne, um die Belegschaft während des Umbruchs abzusichern.
Durch die Neuordnung könnten Fahrer ihre tarifflichen Ansprüche verlieren, darunter auch betriebliche Altersvorsorgeleistungen. Da für diese Forderungen bisher keine Tarifverträge abgeschlossen wurden, gelten derzeit auch keine Friedenspflichten. Die geplanten Änderungen könnten viele Beschäftigte ohne ihre bisherigen Leistungen zurücklassen.
ver.di setzt sich weiterhin für Schutzmaßnahmen ein, um eine faire Behandlung während der Umstrukturierung zu gewährleisten. In den kommenden Monaten wird der Prozess voranschreiten – mit potenziellen Arbeitsplatzverlusten und betrieblichen Veränderungen.






